Bewährungsstrafe für 55-Jährige

Lehrerin nötigte Schülerin

Oldenburg - OLDENBURG / CLOPPENBURG (wz) · Weil sie ihre ehemalige Schülerin geschubst und genötigt hat, wurde eine Ex-Rektorin aus Cloppenburg nun zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten und einer Woche verurteilt.

Nach einem Weg durch alle gerichtliche Instanzen ist jetzt das Urteil des Oldenburger Landgerichtes gegen die frühere Rektorin der Haupt- und Realschule Leharstraße in Cloppenburg, Angela T., wegen Körperverletzung und Nötigung im Amt rechtskräftig geworden. Das bestätigte gestern die Pressestelle des Oberlandesgerichts (OLG) Oldenburg. Die erneute Revision der Angeklagten gegen das frühere Urteil sei zurückgewiesen worden, hieß es.

Das Verfahren hat eine Odyssee hinter sich. In erster Instanz war die 55-Jährige vom Jugendschöffengericht am Cloppenburger Amtsgericht wegen fahrlässiger Körperverletzung und Nötigung im Amt zu acht Monaten und zwei Wochen Haft auf Bewährung verurteilt worden. Dieses Gericht war nach einer umfangreichen Beweisaufnahme davon überzeugt gewesen, dass die Pädagogin am 3. März 2004 eine damals 16-jährige Schülerin auf dem Schulflur gegen eine Wand geschubst und das Mädchen einen Tag später zur Zurücknahme einer erstatteten Anzeige mit der Drohung genötigt hatte, ihm durch schlechte Noten die Zukunft zu verbauen.

Gegen dieses erste Urteil legte Angela T. Berufung ein, allerdings ohne Erfolg. Das Oldenburger Landgericht bestätigte nach der Neuverhandlung des Falles den Cloppenburger Richterspruch. Die 55-Jährige, die sich als Opfer eines Komplotts sieht, ging aber in Revision. Das OLG hob daraufhin das Landgerichts-Urteil auf, was die Höhe der Strafe anging. Der Schuldspruch als solcher wurde rechtskräftig. Ende Februar diesen Jahres reduzierte dann das Landgericht die frühere Strafe um zwei Monate und eine Woche. Doch auch das gefiel Angela T. nicht. Sie ging erneut in Revision, diesmal aber endgültig ohne Erfolg.

Von Seiten der Schulbehörde hatte Angela T. während des gesamten Verfahrens nichts zu befürchten gehabt, im Gegenteil: Nach einer zwischenzeitlichen stundenreduzierten Beschäftigung war sie auf eine Konrektorenstelle befördert worden. Ob das rechtskräftige Urteil nun doch noch Folgen für die Pädagogin hat, bleibt abzuwarten. Weder der Anwalt der 55-Jährigen noch die Landesschulbehörde waren gestern für eine Stellungnahme zu erreichen.

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