Schwerpunkt: Bildende Kunst / Bürger können bis 15. August Vorschläge einreichen

Landkreis schreibt Kunst- und Kulturpreis aus

Preisträger 2017 waren Hella Einemann-Gräbert (r.) sowie Jan Kratzmann, Karl Pätau und Annika Stolle (v.l.) vom Verein „Neerstedter Bühne“. archivFoto: schneider

Landkreis Oldenburg – „Dieses Mal ist es vielleicht etwas schwieriger“, sagt Bernd Bischof, Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses des Landkreises Oldenburg. Er ist eins der sechs Jury-Mitglieder, die entscheiden, wer den Kunst- und Kulturpreis erhält – die meisten von ihnen sind auf diesem Gebiet Laien. War der Fokus von 2017, Schauspiel und Niederdeutsch, noch etwas alltagsnäher, richtet sich die aktuelle Ausschreibung an Bildende Künstler. Bischof, der zum zweiten Mal in der Jury sitzt, ist gespannt, was auf ihn zukommt.

Das gilt auch für Julia Himmelreich. Erst seit Anfang Juni ist die 41-Jährige Kulturbeauftragte des Landkreises. Die Ausschreibung des Förderpreises für Kunstschaffende fällt in ihr neues Ressort. Ziel der Aktion sei einerseits, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass es viele künstlerisch tätige Menschen in der Region gebe, erläutert sie. Und andererseits versuche der Landkreis durch die immer wieder wechselnden Schwerpunkte die Vorschlagenden auf so vielfältige Weise wie möglich anzusprechen.

Denn den Kunst- und Kulturpreis kann nur erhalten, wer nominiert wird. „Vorgeschlagen werden können Einzelkünstler oder Künstlergruppen, die durch Geburt, Leben oder Wirken mit dem Landkreis Oldenburg verbunden sind, sowie kulturelle Einrichtungen oder Initiativen von besonderer Bedeutung für den Landkreis“, heißt es in der Ausschreibung. Eine Begründung auf maximal fünf DIN-A4-Seiten, auf denen etwa eine Kurzbiografie sowie Eindrücke von Arbeitsprojekten oder der lokale Bezug dargelegt werden, soll ausreichen, um die Jury zu überzeugen.

„Erstmal haben wir uns die Unterlagen zuhause in Ruhe angeschaut“, erinnert sich Bischof an das Verfahren bei der Ausschreibung vor zwei Jahren. Anschließend setzt sich die Jury – qua Amt sind das der Kreistagsvorsitzende, der Vorsitzende des Schulausschusses sowie zwei weitere Mitglieder des Kreistages und zwei externe Sachverständige – zur Diskussion der Vorschläge zusammen. 2017 sei von vornherein die Idee gewesen, den Preis zu teilen, sagt Bischof. Damals erhielten sowohl der Laientheaterverein „Neerstedter Bühne“ als auch Hella Einemann-Gräbert aus Dötlingen den Preis. Die Berufsschullehrerin und die Schauspieler setzen sich für den Erhalt und die Verbreitung der niederdeutschen Sprache ein.

In diesem Jahr geht es darum, Kunstschaffende auszuzeichnen, die im Bereich Malerei, Grafik und Bildhauerei tätig sind. Die mit 2 500 Euro dotierte Auszeichnung ist als Talent-, Nachwuchs- oder Projektförderung gedacht und kann sowohl an Einzelpersonen als auch an Gruppen verliehen werden.

Noch bis zum 15. August haben Interessierte die Möglichkeit, Künstler für die Auszeichnung vorzuschlagen. Wann genau die Auszeichnung übergeben wird, kann Himmelreich noch nicht sagen. „Angedacht ist, den Preis in diesem Jahr zu verleihen“, versichert die 41-Jährige mit einem Lachen. Auch Juror Bischof freut sich auf die anstehende Aufgabe. Er finde es wichtig, Kulturschaffende zu unterstützen, sagt der 69-Jährige. „Und es erweitert den Horizont.“  kab

Mitmachen

Vorschläge für den Kunst- und Kulturpreis können bis zum 15. August per Post beim Landkreis Oldenburg, Personal- und Kulturamt, Delmenhorster Str. 6, 27793 Wildeshausen oder per

E-Mail an kultur@oldenburg-kreis.de eingereicht werden.

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