Anordnungen auch in neun weiteren Kreisen

Geflügelpest: Landkreis Oldenburg ruft Aufstallpflicht aus

Ein Huhn wird festgehalten.
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In den Kreisen Cloppenburg, Nienburg und Aurich ist es zu Ausbrüchen beim Nutzgeflügel gekommen.

Ab Mittwoch gilt eine Aufstallpflicht für sämtliches Geflügel im Landkreis Oldenburg. Lediglich Tauben sind davon ausgeschlossen. Das teilt der Landkreis in einem Schreiben mit. „Die Bedrohung durch das Geflügelpestvirus steht unmittelbar vor unserer Tür und wir nehmen die derzeitige Situation sehr ernst“, wird Dirk Claussen vom Veterinäramt des Landkreises zitiert.

Landkreis – Erst kürzlich habe es mehrere Fälle der Geflügelpest gegeben. In Niedersachsen konnte bei elf Wildvögeln in sechs Landkreisen das Virus nachgewiesen werden. In den Kreisen Cloppenburg, Nienburg und Aurich ist es zudem zu Ausbrüchen beim Nutzgeflügel gekommen. Aus diesem Grund werden in den Landkreisen Ammerland, Cuxhaven, Friesland, Leer, Osterholz, Stade, Verden, Wesermarsch, Wittmund und den Städten Emden sowie Wilhelmshaven ebenfalls ab kommendem Mittwoch kreisweite Aufstallungen angeordnet.

„Da wir ein Ausbruchsgeschehen vermeiden wollen, müssen wir uns den Landkreisen anschließen und gemeinsam an einem Strang ziehen, um eine Ansteckung möglichst zu vermeiden“, ergänzt Veterinäramtsleiter Carsten Görner.

Infektionen des Menschen sind nicht prinzipiell auszuschließen

Bei aviärer Influenza besteht immer die Möglichkeit einer Änderung der Viruseigenschaften, unter anderem auch des Wirtsspektrums, heißt es in dem Schreiben weiter. So ist es im August zu vereinzelten Todesfällen unter Seehunden im deutschen Wattenmeer gekommen, die vermutlich auf HPAIV H5N8-Infektionen mit einer hohen Viruslast im Gehirn betroffener Tiere zurückzuführen ist. Aktuelle Untersuchungen sollen klären, ob das Virus genetische Anpassungen an Säugetiere aufweist. Im Februar wurden durch russische Behörden die ersten menschlichen Infektionen mit dem Virus kommuniziert. Eine Weiterverbreitung von Mensch zu Mensch wurde nicht beobachtet. Bisher liegen keine weiteren Hinweise auf Infektionen bei Säugetieren in Deutschland vor. Infektionen des Menschen sind jedoch nicht prinzipiell auszuschließen. Daher sollen tote oder lebendige Tiere nicht von Laien eingesammelt, sondern das Veterinäramt informiert werden. Singvögel sterben sehr selten an der Vogelgrippe, jedoch ist es nicht auszuschließen. Daher sollten Hunde und Katzen ferngehalten werden.

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