Die Oldenburgerin Dr. Johanna Maria Kant öffnet ihre Praxis zum Tag der Zahngesundheit

Kampf der Zahnarztphobie

Damit Kinder es hier nicht mit der Angst zu tun bekommen, sollte früh vorgebeugt werden.

Oldenburg - Von Daniel NiebuhrOLDENBURG · Es gilt an dieser Stelle, einmal ein Vorurteil aus der Welt zu schaffen. Zahnarzt zu sein, schon seit Jahren, und das auch noch aus Leidenschaft, bedeutet nicht, von jedermann gefürchtet zu werden. Nein, Zahnarzt zu sein, das ist kein undankbarer Job. „Überhaupt nicht“, sagt Dr. Johanna Maria Kant. Und sie muss es wissen. Sie hat eine eigene Praxis in Oldenburg – und ihre eigenen Mittel gegen die Zahnarztphobie.

„Die Ursache der Angst liegt in der Kindheit“, sagt Kant, die die scheinbar gar nicht so unangenehme Aufgabe hat, genau dort den Hebel anzusetzen. Kant ist Vorsitzende des Bundesverbandes der Kinderzahnärzte und öffnet wie ihre Kollegen am Sonnabend ihre Praxis zum Tag der Zahngesundheit. Das Motto „Lachen ist gesund“ trifft auch den Ansatz, den Kant verfolgt. „Wir versuchen, den Kindern den Zahnarztbesuch nicht als etwas Schmerzhaftes, sondern als etwas Angenehmes zu präsentieren. Es kommt immer darauf an, wie man das angeht.“ Deshalb verpackt die Zahnärztin ihre Behandlung gern in Geschichten und baut auf innovative Betäubungsmethoden. „Hypnose ist schon weiter verbreitet, als die meisten denken“, erzählt sie: „Das hat auch nichts mit irgendwelchen wedelnden Pendeln zu tun, sondern vielmehr mit Suggestion. Stellen sie sich ihren Lieblingsort vor, denken Sie an etwas Schönes.“ Der Erfolg scheint ihr Recht zu geben (zumindest nach eigener Aussage): „Ich hatte noch keinen Patienten, der soviel Angst hatte, dass er nicht behandelt werden wollte. Wir haben noch jeden überzeugt.“ Zahnärzte müssen eben Psychologen sein.

Dennoch oder gerade deswegen findet Kant auch warnende Worte für den Umgang mit den Zähnen und mit ihrer Zunft. In Deutschland litten bis zu 15 Prozent oder 70 000 Kleinkinder pro Geburtsjahrgang an schweren Zahnproblemen. „Sprechen Sie mit Ihrem Kind über mögliche Gefahrensituationen, achten Sie auf die Sicherheit Ihres Kindes im Haus, beim Sport, auf dem Fahrrad und im Auto.“ Denn: „Ein geretteter Zahn ist besser als ein künstlicher.“

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