Kunsttherapie soll Jugendlichen helfen

Gruppe ist jung, bunt und kreativ

Kunstwerke wie diese gestalten die Jugendlichen.

Oldenburg (eb) · Bunt geht es zurzeit an der Kampstraße 22 in Oldenburg zu. Jugendliche, die nicht nur arbeitslos sind, sondern auch vielschichtige Probleme und negative, zum Teil traumatische Erfahrungen in sich tragen, sind hier kreativ: Eine Kunsttherapie soll den jungen Menschen, die bis zu 25 Jahre alt sind, auf dem Weg in die Erwerbstätigkeit unterstützen.

In den Räumen der Freizeit- und Begegnungsstätte Osternburg findet sich jeden Morgen die kunsttherapeutische Gruppe als ein Teil des Projektes „Soziale Integrationsmaßnahme“ ein. Mit dem Feld der Kunsttherapie, die von der „Arge“ gefördert wird, betrat das Jugendamt im vergangenen Jahr Neuland. Denn dieses Angebot richtet sich auch an Teilnehmer, die im Umgang mit sich und anderen Auffälligkeiten entwickelt haben – das kann sich in der Körpersprache oder Kommunikation genauso äußern wie in Selbstverletzung und Depression.

Während der Therapie werden mit Hilfe künstlerischer Medien im Gestaltungsprozess innere Bilder, Gefühle, Bedürfnisse, Vorstellungen und Erfahrungen belebt, erlebt und durchlebt. Dadurch sollen, so das Ziel, das Identitätsgefühl, die Autonomie und der Selbstwert gesteigert, Ressourcen und Selbstheilungskräfte aktiviert und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt und gefördert werden.

„Oftmals sind Umwege die Wege zum Ziel“, so Kunsttherapeutin Ilona Schumacher, die die Gruppe in diesen Prozessen begleitet. Die Teilnehmer lernen, sich selbst besser zu verstehen und den eigenen Tag Schritt für Schritt sinnvoll und geregelt zu gestalten. Das Arbeitsangebot reicht von kreativen Objektgestaltungen mit Materialien wie Holz, Metall und Stein über Zeichnen und Malerei bis zur Glasbearbeitung und richtet sich nach den Interessen des jeweiligen Teilnehmers.

Die Jugendlichen seien während der Projektphase eng zusammengewachsen, ergänzten sich gestalterisch gut und seien so produktiv, dass inzwischen andere Oldenburger Einrichtungen von künstlerischen Angeboten profitieren könnten, berichtet Schumacher. So wird beispielsweise demnächst das Jugendkulturzentrum Cadillac aufgewertet, im Spätsommer werden verschiedene Kunstobjekte in der „Arge“ ausgestellt. Aktuell wird in Kooperation mit dem Staatstheater an der Gestaltung der ehemaligen Flugzeughalle am Fliegerhorst gearbeitet. Dort soll die vorübergehende Spielstätte des Oldenburgischen Staatstheaters in der Zeit der Sanierung für die Besucher attraktiv und einladend gestaltet werden. Damit haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Arbeit zu präsentieren und Kontakte zu Institutionen und Firmen zu knüpfen – so gehen die jungen Menschen einen weiteren Schritt in Richtung Erwerbsleben.

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