Niedersächsische Landesnahverkehrsgesellschaft plant bereits zusätzlichen Angebote

Grüne fordern bessere Zugverbindungen

+
Alle halbe Stunde sollen Züge von und nach Oldenburg und Delmenhorst fahren. Das wünscht sich die Kreistagsfraktion der Grünen.

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert eine Ausweitung der Angebote auf den Zugstrecken im Landkreis Oldenburg. Die Kreisverwaltung solle sich mit der Deutschen Bahn und der Niedersächsischen Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) für einen Ausbau und einen durchgängigen Halbstundentakt für den Personenverkehr auf den Eisenbahnverbindungen von und nach Oldenburg und Delmenhorst einsetzen, heißt es in einem Antrag an die Verwaltung.

Landkreis – „Es ist an der Zeit, den schienengebundenen Personenverkehr im Landkreis Oldenburg zu verbessern, um Berufspendlern und Reisenden einen Anreiz zu bieten, vom Auto auf die Bahn umzusteigen,“ schreibt Kreistagsmitglied Reinhold Schütte dazu in einer Pressemitteilung. Zuständig für den Ausbau und die Ertüchtigung der beiden Strecken sei die Deutsche Bahn. Die LNVG sei verantwortlich für die Angebote und Fahrpläne im Personenverkehr, die sie dem Betreiber vorgebe.

„Nur durch bessere Angebote als Ersatz für das Auto kann der Klimaschutz gelingen“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende Eduard Hüsers. Damit dieses gelingen könne, seien „die Fahrzeiten durch höhere Geschwindigkeiten zu verkürzen und die Zugtaktung zu verbessern. Dazu gehört ein fester 30-Minuten-Takt, von dem insbesondere Berufspendler profitieren.“ Ausreichende Verbindungen am Morgen und in den Abendstunden auch am Wochenende auf der Strecke Oldenburg-Ahlhorn seien wichtig. Es dürfe nicht sein, dass etwa Frühschichtarbeiter nur mit dem Auto rechtzeitig zur Arbeit nach Oldenburg oder auch Bremen kommen, moniert der Grüne.

Entgegenkommen dürften den Grünen die aktuellen Planungen der LNVG: Wie Pressesprecher Dirk Altwig auf Anfrage mitteilt, soll ab Dezember 2022 ein Halbstundentakt für alle Stationen zwischen Bremen und Hude möglich sein. Darüber hinaus werde eine weitere schnelle Regio-S-Bahnlinie zwischen Oldenburg und Bremen eingerichtet, die wie die ICs und REs nur noch in Hude und Delmenhorst halten. Somit ergebe sich dann für diese Strecke ein Halbstundentakt auch im „Expressnetz“. „Für die eingleisigen Strecken von Oldenburg nach Ahlhorn und von Wildeshausen nach Delmenhorst lassen wir derzeit prüfen, wie dort ein Halbstundentakt gefahren werden kann“, so Altwig. Ohne Infrastrukturausbau sei eine Angebotsausweitung jedoch nicht möglich. Ein Gutachten soll Mitte 2020 aufzeigen, wo zum Beispiel in Bahnhöfen oder an der Strecke zusätzliche Gleise gebraucht werden, damit die Züge einander passieren können. Karin Punghorst, Pressesprecherin der Nordwestbahn, ergänzte auf Anfrage, dass es bereits jetzt schon möglich sei, alle 30 Minuten von Oldenburg über Delmenhorst nach Bremen zu fahren – mit Zügen der Nordwestbahn in Kombination mit Regional Express (RE) und Intercity (IC).

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Hobby- und Kunsthandwerkermarkt im Rathaus Langwedel

Hobby- und Kunsthandwerkermarkt im Rathaus Langwedel

Party-Marathon auf der Berlinale

Party-Marathon auf der Berlinale

Coronavirus: Italienische Regierung will Städte abriegeln

Coronavirus: Italienische Regierung will Städte abriegeln

"Der König ist zurück": Fury verprügelt Wilder

"Der König ist zurück": Fury verprügelt Wilder

Meistgelesene Artikel

Wenn der Poet verzweifelt

Wenn der Poet verzweifelt

SC Dünsen erhöht Spartenbeiträge

SC Dünsen erhöht Spartenbeiträge

„hanseSWINGproject“ tritt auf

„hanseSWINGproject“ tritt auf

Gutachter: Blutbuche ist vital und schützenswert

Gutachter: Blutbuche ist vital und schützenswert

Kommentare