Kongress „Wohnen im Alter“  / Elf Millionen Seniorenhaushalte

Groth: „Ambulant vor stationär“

Hermann Bokelmann und Dieter Sündermann vom Bezirksvorstand der SPD-Senioren gehörten zu den Zuhörern von Dieter Einsiedel, Harald Groth und Hans-Günther Speckmann (v.l.).

Oldenburg - OLDENBURG · 90 Prozent der über 65-Jährigen haben den Wunsch, möglichst lange im vertrauten Wohnumfeld zu bleiben, berichtete Professor Dr. Gerhard Naegele am Montag während des Kongresses „Wohnen im Alter – heute und morgen“ in Oldenburg.

Der Wissenschaftler des Instituts für Gerontologie der Technischen Universität Dortmund wusste außerdem, dass es in Deutschland bereits elf Millionen Seniorenhaushalte gibt – bei steigender Lebenserwartung würde sich die Zahl weiter erhöhen.

Auf interessierte Zuhörer aus Politik, von Pflegediensten, Gemeindeverwaltungen und Seniorenverbänden stieß Naegele während des vom Oldenburger Kompetenzzentrum „Einsiedel und Partner“, dem AWO Bezirksverband Weser-Ems und der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) organisierten Kongresses.

Initiator Dieter Einsiedel bezeichnete die Senioren als einen eminent wichtigen wirtschaftlichen Faktor. Ziel des Kongresses sei das Aufzeigen der Handlungsfelder zur Gestaltung bedarfsgerechter Wohnangebote für ältere Menschen.

„Wir müssen nicht nur Pflegeheime modernisieren, sondern auch alternative Wohnformen für die ambulante Pflege finden“, forderte auch Dr. Harald Groth, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbands Weser-Ems. „Wir dürfen mit der Einweisung in die stationäre Pflege nicht zu schnell sein – wir müssen die Pflege zu den Menschen bringen und nicht die Menschen zur Pflege.“ Die Werbung „ambulant vor stationär“ würde allerdings nur fruchten, wenn die Pflegeversicherung die Finanzausstattung für die kostengünstigere ambulante Pflege angleiche.

Welche Faktoren beachtet werden müssen, damit ältere Menschen so lange wie möglich zuhause wohnen bleiben könne, berichtete Einsiedel. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, müssten viele alte Wohnungen oder Eigenheime renoviert und saniert werden. Es gelte laut Einsiedel, den Wohnkomfort zu erhöhen und Barrieren zu beseitigen.

Zur Finanzierung nahm Hans-Günther Speckmann, Leiter des LzO-Immobilienservices, Stellung. Anlagen in zentraler Lage seien interessant für Betreiber und Anleger. Im Bereich des betreuten Wohnens gebe es sogar schon Wartelisten, so Speckmann.

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