Horst-Janssen-Museum zeigt ab morgen 100 grafische Werke Pablo Picassos / Rahmenprogramm befasst sich mit Musen

Frauenbildnisse, Stillleben und Stierkampfszenen

Zu sehen ist neben 100 weiteren Werken auch „Der schwarze Stier“ von Pablo Picasso. Bild: Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2010

Oldenburg (dpa) · Frauenbildnisse in abstrakten Posen, Stillleben, Stierkampfszenen und Künstler im Atelier: 100 grafische Werke von Pablo Picasso (1881-1973) zeigt das Horst-Janssen-Museum in Oldenburg in einer großen Ausstellung.

„Wir beleuchten das Schaffen Picassos von den 30-ern bis Anfang der 50-er Jahre“, sagte die wissenschaftliche Leiterin und Kuratorin der Ausstellung, Jutta Moster-Hoos, gestern. Die Ausstellung „Picasso – Die Kraft der Linie“ wird morgen um 19.30 Uhr eröffnet. Sie dauert bis zum 29. August.

Zwei Frauen prägten die Bildnisse des gebürtigen Spaniers besonders. So habe Picasso das klassische, geradezu griechische Profil der sehr jungen Marie-Thérèse Walter fasziniert und in seinen Frauendarstellungen immer wieder verwendet, sagte Moster-Hoos. Der Künstler hatte die junge Frau 1927 kennen gelernt. Sie war für mehrere Jahre seine Gefährtin und ist die Mutter seiner ersten Tochter Maya. In den 40-er Jahren inspirierte Francoise Gilot den Künstler und wird mit ihren charakteristischen Augenbrauen sein bevorzugtes Modell. Sie ist die Mutter seiner zweiten Tochter Paloma und seines Sohnes Claude.

Im Rahmenprogramm zur Ausstellung bietet das Museum drei Theaterabende zum Thema Picasso und seine Frauen an. Acht seiner Musen erzählen in dem Stück über das Leben mit dem charismatischen Künstler, über Leidenschaft, Kreativität, Eifersucht und Wut. Frauen, die Künstler inspirierten, seien immer von großem Interesse, sagte Museums-Sprecherin Anke Hansing. So sei die Ausstellung „Horst Janssen und die Frauen“ die bisher erfolgreichste des Hauses gewesen. Außerdem gibt es vier kulinarische Abende mit spanischem Fünf-Gänge-Menü im Museum sowie im August eine musikalische Fiesta.

Die gezeigten Werke sind Leihgaben aus dem Graphikmuseum Pablo Picasso Münster. Der Direktor der Oldenburger Museen, Friedrich Scheele, wollte keine Angaben dazu machen, wie viele Besucher erwartet werden. Das Budget der Ausstellung liege bei knapp 90 000 Euro und „geht an die Grenze der Belastbarkeit“, sagte er.

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