Demo erstmals ab Oldenburger Schloss

Christopher-Street-Day Nordwest wächst weiter

Hissten die Regenbogenflagge im Zeichen des CSD 2018: Achim Beyer (CSD Nordwest, von links), Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Kai Bölle (CSD Nordwest). - Foto: Stadt Oldenburg
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Hissten die Regenbogenflagge im Zeichen des CSD 2018: Achim Beyer (CSD Nordwest, von links), Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Kai Bölle (CSD Nordwest).

Oldenburg - Der 23. Christopher-Street-Day (CSD) in Oldenburg steht unter dem Motto „Was wollt ihr noch? Akzeptanz!“. Die Veranstalter erwarten zu ihrer Demonstration am Sonnabend, 16. Juni, erneut mehr als 10.000 Teilnehmende und fürchten keineswegs die Konkurrenz durch die gleichzeitig beginnende Fußball-Weltmeisterschaft.

Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist der CSD ein wichtiger Beitrag zum toleranten Leben in Oldenburg: „Es ist sicher eine Aktion, um kreativ und bunt politische sowie gesellschaftliche Forderungen zu formulieren. Der CSD ist auch ein Tag der Begegnung. Nur so können Ängste sowie Vorbehalte abgebaut und letztlich Akzeptanz sowie Toleranz erreicht werden.“

Auch in diesem Jahr sind bereits 24 Gruppen sowie Organisationen diesem Aufruf gefolgt und wollen für eine der größten Demonstrationen in der Geschichte des CSD Nordwest sorgen. Dabei sein werden 14 Laster, diverse Autos, Räder und viele Fußgruppen. Vom Stadtschülerrat über die Kirche, Fanverbände und Unternehmen bis hin zu Vereinen reicht dabei die Bandbreite. Diese Größe fordert ihren Tribut. So verlassen die Veranstalter erstmals das Bahnhofsviertel und werden die Demonstration rund um das Schloss aufstellen und starten. Die Laster versammeln sich dabei auf dem Parkplatz Prinzenpalais, während sich die kleineren Fahrzeuge und Fußgruppen auf der Straße Schloßplatz einfinden. Der Start der Demonstration wird auf 13 Uhr leicht nach hinten verlegt.

Dadurch kann in diesem Jahr bereits vor der Demo eine Auftaktkundgebung über die Bühne gehen. Ab 11 Uhr startet das Programm. Gegen 13 Uhr fällt von der Bühne aus der Startschuss und die Teilnehmenden setzen sich bunt, fröhlich, ernst und lautstark von der Straße Schloßplatz aus in Bewegung, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. In einer weiten Kurve bewegt sich der Zug über die Huntestraße, den Stautorkreisel und am Stadtmuseum vorbei bis zum Pferdemarkt. Dort begegnen sich Anfang und Ende des Demozuges, um dann durch die Innenstadt zum Theaterwall zu ziehen und wieder am Schloßplatz zu enden.

Abschlusskundgebung für 15 Uhr geplant

Dort wird es zu weiteren Neuerungen kommen. Die Bühne zieht auf den Platz zwischen Schloss und Schlosshöfen um. Ab 15 Uhr beginnt dort die Abschlusskundgebung, die fließend in das Kulturfest übergeht. Gleich zwei Lokalmatadorinnen wurden dafür gewonnen: Annie Heger, die durch das Programm führt, und Esther Filly als Sängerin. Außerdem kommt Musik von Hanne Kahs. Sie setzt einen Kontrapunkt in der Musikwelt, kraftvoll und sympathisch. Daniel Schuhmacher muss man kaum noch jemandem vorstellen, heißt es weiter. Der Gewinner der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ von 2009 begeistert seitdem bundesweit sein Publikum. Mit „Tante Tilly und die HB Männchen“ werden auch Schlager zu hören sein. Ebenfalls wieder mit dabei sein wird die Aidshilfe Oldenburg mit der legendären Krachminute. Dieses Oldenburger Pendant zur Gedenkminute soll auf die immer noch aktuellen Gefahren von Aids aufmerksam machen.

Auch abseits der Bühne gibt es auf dem Schloßplatz viel zu sehen und vor allem zu erleben und zu erfahren. Die Infoangebote wurden erstmals in einer „Pride-Plaza“ zusammengefasst. Dieses „Dorf“ aus Infoständen wird gegenüber der Bühne aufgebaut. Hier können sich alle Interessierten zu den unterschiedlichsten Themen Ansprechpartner suchen. Seien es Karrierenetzwerke, Freizeitangebote oder Selbsthilfegruppen. Selbstverständlich sind auch die meisten Parteien vertreten, um für Fragen oder Diskussionen zur Verfügung zu stehen.

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