Angriff auf Ärzte bei Junggesellenabschied

Bewährung für brutalen Türsteher

Oldenburg - Es sollte ein unvergesslicher Junggesellenabschied werden. Das war dann auch der Fall, aber nicht wegen der Party, sondern wegen brutaler Angriffe durch den Türsteher einer Diskothek in der Oldenburger Innenstadt. Der 49-Jährige hatte einen Narkosearzt gewürgt, bis dieser bewusstlos war. Nun ist der Angeklagte wegen gefährlicher Körperverletzung zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichtes hat das Landgericht am Mittwoch bestätigt.

Der 33-jährige Narkosearzt hatte zusammen mit Ärztekollegen, darunter seinem Bruder, der ebenfalls Mediziner ist, seinen Junggesellenabschied gefeiert. Nach einem gemeinsamen Essen hatte die Gruppe die Diskothek aufgesucht. Dort sollte weiter gefeiert und getanzt werden. Doch die Ärzte hatten die Rechnung ohne den Türsteher gemacht. Der spielte sich als „Herr des Ladens“ auf. Jacken und Taschen durften nicht mit an den Tisch genommen werden. Die Betriebsleiterin des Lokals hatte das aber dann doch erlaubt.

Das war möglicherweise der Grund dafür, die Mediziner auf dem Kieker zu haben. Sie waren weder angetrunken, noch hatten sie sich etwas zuschulden kommen lassen. Als später andere volltrunkene Gäste auf der Tanzfläche randalierten, war es so weit. Der 33-Jährige sah, wie der Türsteher ohne Grund seinem Bruder an den Hals langte. Der Narkosearzt erkannte sofort, dass es sich dabei um einen Spezialgriff handelte, der die Blutzufuhr zum Gehirn unterbricht. Das hatte er dem Türsteher auch eindringlich klar machen wollen.

Doch dann wandte sich dieser dem 33-Jährigen zu und griff nun ihm an den Hals. In Bruchteilen von Sekunden war der Narkosearzt bewusstlos geworden. Mehrere Personen schlugen und traten nun auf den Mediziner ein. Sein Bruder musste retten. Er wollte ihn aus dem Lokal schaffen.

Auf der Ausgangstreppe kam der 33-Jährige dann wieder zu Bewusstsein. Sofort war der Türsteher zur Stelle, griff wieder an den Hals des Narkosearztes, was erneut zu einer Ohnmacht führte. Der 49-Jährige wollte unschuldig sein. Die Gerichte glaubten ihm aber nicht.

wz

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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