Verfahren gegen Mann aus dem Landkreis Oldenburg

59-Jähriger soll trotz ruhender Genehmigung als Arzt gearbeitet haben

Landkreis Oldenburg - Ein 59-jähriger Allgemeinmediziner aus dem Landkreis Oldenburg wird verdächtigt, als Arzt tätig gewesen zu sein, obwohl die nötige Genehmigung ruhte. Polizei sowie Staatsanwaltschaft ermitteln

Ermittelt wird wegen des Verdachts der verbotenen Ausübung der Heilkunde und des gewerbsmäßigen Betruges in mehreren Fällen. Im Juni 2016 war das Ruhen der Genehmigung zur Ausführung ärztlicher Tätigkeiten des 59-Jährigen vom Niedersächsischen Zweckverband zur Approbationserteilung angeordnet worden, teilt die Polizei mit.

Der Verdacht besteht, dass der Beschuldigte bis Februar 2017 weiter als Arzt tätig war und insbesondere Notdienste für andere Ärzte übernommen hat. Hierbei soll der 59-Jährige diverse Patienten behandelt haben. Bisher seien jedoch keine Anhaltspunkte für eine gesundheitliche Schädigung von Patienten bekannt. 

Zudem soll der Mann von ihm übernommene Dienste und Behandlungen auch zur Abrechnung, insbesondere gegenüber Krankenkassen, gebracht haben, obwohl er hierzu gar nicht berechtigt war. Dies verschaffte ihm hohe Einnahmen von einiger Dauer. Bei Durchsuchungsmaßnahmen wurden diverse Unterlagen beschlagnahmt, deren Auswertungen andauern. Patienten, die nach der Auswertung der Unterlagen behandelt worden sind, sollen als Zeugen vernommen werden. Anfang November sollen dazu Fragebögen an potentielle Zeugen verschickt werden.

Die Einleitung des Ermittlungsverfahrens beruht auf einer Anzeige der Ärztekammer Niedersachsen, die aufgrund von Unregelmäßigkeiten in einer Abrechnung den Verdacht äußerte, dass der Beschuldigte, obwohl das Ruhen seiner Approbation angeordnet worden war, als Arzt weitergearbeitet habe.

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb

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