Opfer dreimal in den Kopf geschossen / Richter werfen Delmenhorster besondere Gefühllosigkeit vor

26-Jähriger muss zwölf Jahre in Haft

Oldenburg - DELMENHORST / OLDENBURG (wz) · Zu zwölf Jahren Haft, unter anderem wegen versuchten Mordes, ist ein 26 Jahre alter Mann am Freitag verurteilt worden.

Der Mann hatte unter anderem einer Sexshop-Angestellten mit einer Gaspistole dreimal in den Kopf geschossen. Die Oldenburger Schwurgerichtskammer ordnete darüber hinaus an, dass der Drogenabhängige in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden soll. Vorher muss er aber mindestens vier der zwölf Jahre Haft verbüßen.

Der Vorsitzende Richter Sebastian Bührmann bescheinigte dem Angeklagten eine besondere Gefühllosigkeit. Dem 26-Jährigen war im Herbst vergangenen Jahres, so die Feststellungen der Kammer, alles egal gewesen. Um sich zu bewaffnen, warf er einen Gullydeckel in die Schaufensterscheiben eines Waffengeschäftes in der Delmenhorster Innenstadt und stahl aus den Auslagen acht Schreckschusswaffen. Anschließend überfiel er eine Spielothek. Den schwersten Anklagevorwurf des versuchten Mordes verwirklichte er dann am 17. Oktober.

Damals war er in Delmenhorst in einen Sexshop gestürmt und hatte die dort Beschäftigte zur Herausgabe des Geldes aufgefordert. Weil die Frau der Forderung nicht sofort nachkam, setzte er ihr in Tötungsabsicht eine Pistole direkt an den Kopf und drückte dreimal ab. Das Opfer erlitt dadurch schwerste Schädelverletzungen. Nur einen Tag später überfiel der Angeklagte einen Taxifahrer und stahl ihm nicht nur das Geld, sondern auch das Auto. Bei allen Taten war er rücksichtslos vorgegangen.

Das Gericht verteilte gestern für die einzelnen Taten hohe Strafen: Für den versuchten Mord zehn Jahre Haft, für den Raubüberfall auf die Spielothek sieben Jahre, für den Überfall auf den Taxifahrer sechs Jahre und für den Einbruchsdiebstahl zwei Jahre. Weil alle Taten in einem engen zeitlichen Zusammenhang standen, zog das Gericht alle Einzelstrafen straff zusammen und bildete daraus die Gesamtfreiheitsstrafe von zwölf Jahren. Strafmindernd werteten die Richter, dass der Angeklagte ein Geständnis abgelegt hatte. Verschärfend dagegen fielen die Qualen der Opfer ins Gewicht, die bis heute unter dem Geschehen leiden.

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