Zahl der Baugenehmigungen im Landkreis Oldenburg sinkt im Jahr 2015

Weniger Einfamilienhäuser – mehr Windräder

Landkreis - Der Bauboom im Landkreis Oldenburg hat sich im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2014 abgeschwächt. Besonders die Zahl neuer Einfamilienhäuser sank im vergangenen Jahr, wie aus dem Jahrespressebericht des Kreis-Bauamtes hervorgeht.

So beantragten die Bürger im vergangenen Jahr den Bau von nur 214 Einfamilienhäusern, während 2014 noch 245 neue Gebäude in diesem Segment errichtet werden sollten. Damit bewegt sich das Interesse im Landkreis allerdings noch über dem Niveau der Jahre 2013 (161 Einfamilienhäuser) und 2012 (149).

Zu den Projekten müssen auch noch die genehmigungsfreien Bauvorhaben gezählt werden, was dann einer Gesamtzahl von rund 320 neuen Einfamilienhäusern entspricht (2014: 364). Genehmigungsfrei sind in der Regel Vorhaben in Wohngebieten, die den Festsetzungen des Bebauungsplanes nicht widersprechen.

Im Bereich der Mehrfamilienhäuser gingen im vergangenen Jahr weniger Anträge ein – 43 statt 56 (2014). Allerdings stieg dafür die Zahl der Wohnungen pro Haus von fünf im Jahr 2014 auf sieben im vergangenen Jahr. Das bedeutet insgesamt rund 20 Wohneinheiten mehr.

„Kennzeichnend für die neu erschlossenen Wohngebiete in den Gemeinden des Landkreises ist es, dass diese innerhalb eines Jahres bis auf Restgrundstücke auch bebaut worden sind“, heißt es vom Landkreis. Es bestehe ein nach wie vor hoher Bedarf an Ein- und Zweifamilienhäusern.

Gleichzeitig zeige sich beim Bau von Mehrfamilienhäusern, dass dort eine Nachfrage bestehe, die bisher nicht ausreichend gedeckt worden sei. Eine besondere Zielgruppe sei hierbei die ältere Bevölkerung, die gezielt altengerechte Wohnungen in innerörtlichen Lagen nachfrage. Das Angebot an baureifen Grundstücken, sei abhängig von der Bauleitplanung der jeweiligen Gemeinden, so der Landkreis.

Im Bereich des Gewerbebaus sei eine konstant gute Entwicklung zu beobachten, heißt es im Bauamt. Dies sei schon seit Jahren festzustellen. Hauptsächlich würden die vorhandenen Betriebsstandorte erweitert.

Auch der Bau von Windkraftanlagen boome. Verbunden mit der Ausweisung von Sondergebieten für die Nutzung der Windenergie steige die Zahl der Genehmigungsverfahren. Im vergangenen Jahr habe es Verfahren für 23 Windenergieanlagen, davon zwei Repowering-Anlagen, gegeben.

„Dieser Trend wird sich auch in diesem Jahr fortsetzen“, heißt es im Bericht des Bauamts. Hierbei stehe neben der Genehmigung von Neuanlagen insbesondere das Repowering im Vordergrund. „Nach derzeitigem Stand werden insbesondere in den Gemeinden Ganderkesee und Großenkneten sowie der Stadt Wildeshausen bestehende Anlagen durch voraussichtlich 26 leistungsstärkere Windenergieanlagen ersetzt.“

Rubriklistenbild: © Menker

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