Verwaltung will Synergieeffekte nutzen

Zieht die Medienstelle in die BBS?

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Ein neues Kreismedienzentrum soll zum Beispiel Jugendliche für den möglichst sinnvollen Umgang mit moderner Technik wie Smartphones weiterbilden.

Landkreis - Von der Burgstraße an die Feldstraße: Der Schulausschuss des Landkreises Oldenburg berät Dienstag ab 14.30 Uhr im Kreishaus über einen eventuellen Umzug der Kreismedienstelle an den Standort der Berufsbildenden Schulen (BBS). Damit ließe sich nicht zuletzt Geld sparen, doch das ist nicht die einzige Änderung, die der Verwaltung vorschwebt.

Aus der Kreismedienstelle soll ein Kreismedienzentrum werden. Hintergrund ist eine längst überfällige Modernisierung, die sich bei einem Rundgang der Ausschussmitglieder Anfang des Jahres recht deutlich zeigte (wir berichteten). So erfuhren die Politiker damals, dass bis vor Kurzem noch Stummfilme im Keller lagerten.

Nun liegt das neue 20-seitige Konzept vor, das die Einrichtung gewissermaßen fit fürs 21. Jahrhundert machen soll. Kostenpunkt: 115000 Euro in drei Jahren. Das Geld soll vor allem in die technische Ausstattung für den Geräteverleih (45000 Euro) und die Ausstattung der Arbeitsplätze mit Mobiliar und Rechnern (24000 Euro) fließen.

Nach dem Umzug soll das jährliche Budget von 27000 auf 35000 Euro steigen. Diese Erhöhung soll dazu dienen, die laufende Wartung, Neuanschaffungen, Marketing und Seminare zu bezahlen. Im Januar hieß es noch, die Kosten für eine Neuausrichtung beliefen sich auf rund 200000 Euro. Die Umsetzung des neuen Konzepts soll im kommenden Jahr beginnen – vorbehaltlich der Zustimmung durch den Kreistag während seiner Sitzung am 22. Dezember.

Zu den Rahmenbedingungen der Neuausrichtung gehört ein Papier des Landes mit dem Titel „Medienkompetenz – Meilensteine zum Ziel“. Etwas hölzern heißt es dazu in der Sitzungsvorlage: „Im Gegensatz zum reinen Film- und Geräteverleih in der Vergangenheit stehen die Beratung und Fortbildung der Lehrkräfte im Umgang mit Medien, die Vermittlung von Medienkompetenz und Förderung der Vernetzung der Medienarbeit in der Region als neue Aufgaben im Fokus.“ Sprich: Statt Geräte auszuleihen, die kaum noch nachgefragt werden, da die meisten Leute entweder einen DVD-Player haben oder keinen wollen, rücken die Schulen als neues Betätigungsfeld in den Blickpunkt. Keine schlechte Idee, zumal Schüler in den vergangenen Jahren immer stärker und jünger zum Mediennutzer geworden sind. Das Smartphone lässt grüßen.

Das neue Zentrum soll seine Arbeit künftig auf fünf Säulen stützen, bei denen konsequenterweise Training und Schulung an vorderster Stelle genannt werden. Dem folgen die Beratung von Schulen, das Bereitstellen von im Internet verfügbaren Inhalten und bedarfsgerechten Geräten sowie die Weiterentwicklung der Beschaffung und Wartung der Informationstechnik an Schulen.

Alles recht abstrakt, aber die Studie wird etwas konkreter. „Alle Fragen, die mit Medien zu tun haben, werden vom Medienzentrum beantwortet“, heißt es. Gleichzeitig sollten alle Schulen im Landkreis ihre Online-Medien über das Zentrum beziehen. So ließe sich eine Schwäche der aktuellen Kreismedienstelle kaschieren: die unattraktiven Öffnungszeiten von nur 14 Stunden pro Woche. Das Konzept fasst die Zukunftsvision folgendermaßen zusammen: „Man trifft sich im Zentrum, um zu lernen, sich weiterzubilden, miteinander ins Gespräch zu kommen und die eigenen Kompetenzen an neuen Medien zu entwickeln.“

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