Stadtrat vertagt die Entscheidung zum geplanten Gartencenter

Ostmann-Bau verzögert sich

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Der Visbeker Florist und Gartenbautechniker Rainer Ostmann möchte in Oldenburg eine weitere Zweigstelle, ähnlich wie in Vechta, eröffnen.

Oldenburg - Von Marie-Chantal Tajdel. Das Tauziehen um das geplante Gartencenter in Oldenburg geht weiter (wir berichteten. Die Abstimmung über den Verkauf des knapp drei Hektar großen Grundstücks an der Autobahn 28 neben dem Möbelhaus Buss wurde vom Stadtratverschoben. Der Visbeker Rainer Ostmann bleibt aber zuversichtlich.

„Ich hab mit der Vertagung gerechnet“, sagte Ostmann. Und ja, gibt er zu, vielleicht sei das sogar auch fair. Warum? „Weil dann auch der letzte Kritiker die Chance hat, alle Informationen zu erhalten“, sagt er. Und der Visbeker Florist und Gartenbautechniker ist so oder so zuversichtlich, dass das neue Gartencenter am Oldeweg gebaut wird. Denn aus der Politik habe er am Dienstag im Laufe des Tages immer wieder ein „Daumen hoch“ erhalten. Das bestätigt etwa CDU-Ratsvorsitzender Olaf Klaukien. „Wir wollen die Firma Ostmann auf jeden Fall in Oldenburg“, sagte er.

Das Gartencenter würde den Standort neben dem Möbelhaus Buss aufwerten. Trotzdem hatte neben Grüne und Linken auch die CDU-Fraktion eine Verschiebung der Abstimmung beantragt. Bereits einige Tage zuvor hatte die Gruppe CDU/Freie Wähler/Bündnis für Oldenburg angekündigt, eine Vertagung beantragen zu wollen. „Wir wollen den besorgten Einzelhändlern ausreichend das Wort gönnen“, teilte Gruppen-Sprecher Olaf Klaukien in einer Pressemitteilung mit. Das ist der CDU-Fraktion auch nach der Ratssitzung am Montag weiterhin wichtig. Denn mit der Kommunikation der Stadtverwaltung sei man nicht so ganz glücklich, sagte Klaukien.

„Wir wollen die offenen Fragen der Oldenburger Gärtner und Floristen beantworten.“ Dann stünde auch dem Beschluss über einen Grundstücksverkauf bei der nächsten Ratssitzung am 29. Juni nichts entgegen. Diesen könnte die CDU dann gemeinsam mit der SPD beschließen. „Der Verkauf ist das politische Bekenntnis, nachjustieren kann man dann im Bebauungsplan“, sagte Klaukien. „Wir hätten schon für den Grundstücksverkauf abstimmen können“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Bischoff. Seine Fraktion möchte die Firma Ostmann ebenfalls gerne in Oldenburg ansiedeln. „Das wollten wir schon vor Jahren, aber damals hat die CDU dagegen gestimmt“, berichtete er. Nun hofft er auf eine Mehrheit am 29. Juni.

„Hauptsache der Betrieb kommt, wenn auch vier Wochen später.“ Bereits am 18. Juni wird im Bauausschuss ein Vertreter der Beratungsfirma Cima das Gutachten vorstellen, das die Stadt in Auftrag gegeben hatte. Es empfiehlt eine Umsetzung des Gartencenters mit einer Verkaufsfläche von knapp 14 000 Quadratmetern. Laut Stadtsprecher Reinhard Schenke besagt das Gutachten, dass das Ostmann-Gartencenter durchaus „verträglich“ für den Standort Oldenburg sei.

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