100 Jahre Führhund-Schule

Als Oldenburg auf den Hund für Blinde kam

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Thomas Kossendey, Dr. Jutta Engbers, Axel Koenig und Hans-Joachim Wätjen (beide Kreative Runde Oldenburg, von links) planen die Veranstaltung.

Oldenburg - Eine besondere Erfolgsgeschichte nahm 1916 in Oldenburg ihren Anfang und wird bis heute fortgeschrieben: Vor 100 Jahren entstand dort die erste Blindenführhundeschule der Welt.

Mit einer Ausstellung, Vorträgen und Aktionen rund um den Blindenführhund erinnert die Oldenburgische Landschaft zusammen mit weiteren Vereinen und Institutionen am Freitag und Sonnabend, 2. und 3. September, an die Begründung der systematischen Ausbildung von Blindenführhunden. Dabei will sie auch die Aktualität von Inklusion und Barrierefreiheit im weiteren Sinne thematisieren, heißt es in einer Mitteilung der Oldenburgischen Landschaft.

Bessere Teilhabe am Alltagsleben

Zwei Faktoren in Oldenburg begünstigten die Entstehung der Schule. Zum einen hatte der von Großherzog Friedrich August protegierte Verein für Sanitätshunde dort seinen Sitz. Zum anderen war der Verleger Heinrich Stalling Vorsitzender. Beide setzten die Idee des Österreichers Leopold Senefelder, Hunde als Hilfsmittel für Kriegsblinde auszubilden, im Verein für Sanitätshunde um. Der Erste Weltkrieg und der Einsatz von Gas hatten zur Folge, dass zahlreiche Soldaten erblindeten. Die Ausstattung derselben mit Führhunden ermöglichte ihnen eine wesentlich bessere Teilhabe am Alltagsleben als dies zuvor der Fall war.

„Ganz zu Recht legen wir heute viel Wert auf Nachhaltigkeit“, so Landschaftspräsident Thomas Kossendey. „In diesem Zusammenhang möchte ich betonen, dass gerade die Ausbildung von Blindenführhunden nachhaltige positive Wirkungen entfaltet, weit über die Gegenwart hinaus.“ Auch Betroffene kommen zu Wort. So betont die Blindenführhundehalterin Dr. Jutta Engbers aus Friesoythe die große Bedeutung der Tiere für Blinde: „Ein Blindenführhund gibt Orientierung und Leitung. Bis heute kann dies noch keine Technik ersetzen.“

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