Neue Retter düsen los

Leistungsbeginn im Rettungsdienst für Hude, Ganderkesee und Bookholzberg

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Dimiter Dikov (2.v.l.), Jörn Kaminski, Frank Flake (5.v.r.), Markus Wegner und Sonhild Lindemann (r.) sowie einige Mitarbeiter des Rettungsdienstes freuen sich über den offiziellen Leistungsbeginn.

Hude - Nach der Kündigung des DRK, einer europaweiten Ausschreibung und einem monatelangen Prozess auf der Suche nach einem Nachfolger (wir berichteten) startete vergangene Woche der offizielle Leistungsbeginn der neu beauftragten Rettungsdienste für Hude, Ganderkesee und Bookholzberg.

Hude wird nun von der Johanniter Unfallhilfe betreut. Für die beiden anderen Standorte ist der Malteser Hilfsdienst zuständig. „Wir sind sehr froh, dass der Übergang so gut verläuft und der Rettungsdienst so flüssig weitergehen kann“, sagte Jörn Kaminski vom Landkreis Oldenburg.

Ende letzten Jahres war unklar, wie es weitergehen würde. „Die Frage nach der Kündigung des DRK stand im Raum. Und wir mussten sicherstellen, dass in jedem Fall die Bereitschaft des Rettungsdienstes weiterhin gewährleistet sein würde“, so Kaminski. Die Kündigung erfolgte laut Amtsleiterin Sonhild Lindemann vom Landkreis ab dem 31. Dezember. Während der darauffolgenden europaweiten Ausschreibung sprang die Johanniter Unfallhilfe in die Bresche und übernahm interimsweise den Rettungsdienst. Kaminski erklärte: „Die Johanniter hatten sich bei der Ausschreibung ebenfalls beworben und wussten bis zum Schluss nicht, ob sie gewinnen würden. Deshalb ist es ihnen hochanzurechnen, dass sie trotzdem ohne diese Gewissheit in der Zwischenzeit eingesprungen sind.“

„Vorher waren wir mitten in Hude“

Das Rennen machten dann schließlich auch die Johanniter sowie die Malteser. „Der Vertrag hat eine Laufzeit von sechs Jahren, plus zweimaliger Möglichkeit für eine Verlängerung à einem Jahr. Er kann also theoretisch acht Jahre weiterlaufen“, so Lindemann. Insgesamt sind 35 Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes in Ganderkesee inklusive Bookholzberg angestellt. In Hude sind 20 hauptamtliche und acht ehrenamtliche Mitarbeiter der Johanniter im Einsatz. Insgesamt stehen an den drei Standorten ebenso viele Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug bereit.

Die Station in Hude an der Straße Hinterm Reiherholz 5 steht seit 1. Januar zur Verfügung. „Vorher waren wir mitten in Hude. Der Standort hier funktioniert auch sehr gut, aber wir haben schon den Wunsch, wieder in den Ortskern zu kommen, da wo viele Menschen sind“, so Kaminski. Zu einem möglichen Umzug nach Hude sagt Lindemann: „Da gibt es noch viele Diskussionen. Nachdem was ich gehört habe, wurde im Gemeinderat jedoch beschlossen, dass es einen Neubau geben soll.“ Zum DRK erklärt Kaminski: „Wir arbeiten im Bereich ,Schnelleinsatzgruppe‘ noch zusammen, nur nicht im hauptamtlichen Rettungsdienst. Wir wollen das DRK jetzt auch nicht abstrafen nur weil die gemeinsame Arbeit in dem Bereich beendet wurde. Die Kollegen leisten gute Arbeit.“  

alp

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