Mindestens zwei Millionen Euro Schaden/Veterinäramt prüft Eier auf Belastung

21000 Tiere überleben den Großbrand in Visbek

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Ein Bild der Zerstörung bot sich nach dem Brand von zwei Ställen in Visbek. Der Schaden geht in die Millionen.

Visbek/Astrup - Von Lars Chowanietz. Mehr als 200 Feuerwehrleute hatten in der Nacht zu Donnerstag um den dritten Stall einer Anlage für 65000 Hühner gekämpft. Mit Erfolg. 21000 Legehennen überlebten das Großfeuer auf dem Hof an der Astruper Straße am Rande des Visbeker Gewerbegebiets.

Zwei Ställe mit insgesamt 44000 Tieren waren allerdings nicht mehr zu retten. Bei früheren Meldungen war noch von 65000 getöteten Tieren die Rede – dem gesamten Bestand in der Stallanlage.

Neben den Brandermittlern der Polizei kamen nach dem Feuer gestern Morgen auch Mitarbeiter des Veterinäramts des Landkreises Vechta auf den Hof. Die Tierärzte machten sich ein erstes Bild von der Lage. Am Montagmorgen werden sie wiederkommen, um Proben zu nehmen. Im Labor des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) soll dann geprüft werden, ob die Eier aus dem Stall nach dem Brand Schadstoffe enthalten.

Außerdem soll der Landwirt nach Angaben von Kreissprecher Jochen Steinkamp ebenfalls Proben nehmen. Erst wenn sichergestellt sei, dass die Eier unbelastet seien, dürften sie in den Handel gelangen. Bis dahin müssten sämtliche Eier aus dem Stall entsorgt werden.

Die Untersuchungen der Polizei an der Brandstelle blieben unterdessen ohne Ergebnis. Die Ursache des verheerenden Feuers bleibt demnach unklar. Die Polizei muss deshalb auf die Arbeit eines Sachverständigen zurückgreifen. Als mögliche Brandursache gilt derzeit aber ein Blitzeinschlag.

Nach Polizeiangaben sei zu dem Zeitpunkt, als das Feuer ausbrach, ein Gewitter über die Bauerschaft Astrup gezogen. Einsatzkräfte konnten vor Ort aber auch einen technischen Defekt nicht ausschließen.

Das Feuer war gegen 20 Uhr am Mittwochabend ausgebrochen. Zwei Ställe standen innerhalb weniger Minuten komplett in Flammen. Die Rauchwolke über der Brandstelle war bereits in den umliegenden Städten und Gemeinden zu sehen. Zwölf Feuerwehren aus den Landkreisen Vechta, Cloppenburg und Oldenburg waren im Einsatz.

Gegen Mitternacht war das Feuer unter Kontrolle. Lediglich die Feuerwehren aus Visbek und Rechterfeld blieben vor Ort und übernahmen in der Nacht die Brandwache. In den Morgenstunden suchten sie nach weiteren Brandnestern. Neben den Gebäuden wurde auch die gesamte Futter-Fördertechnik und eine Fotovoltaik- Anlage zerstört. Die Polizei schätzt den Sachschaden „vorsichtig“ auf mindestens zwei Millionen Euro. Menschen wurden nicht verletzt.

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