IG Metall 

Arbeit zwischen Frauen und Männern muss gerechter verteilt werden

Oldenburg - Noch immer müssen Frauen in der Arbeitswelt mit teils erheblichen Nachteilen leben: Die IG Metall hat sich zum Internationalen Frauentag an diesem Dienstag (8. März) für eine gerechtere Verteilung von Arbeit zwischen Frauen und Männern ausgesprochen.

„Denn nur eine gerechtere Verteilung von Arbeit wird langfristig zu mehr Entgeltgerechtigkeit und gleichen Aufstiegschancen führen“, sagte die Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Oldenburg und Wilhelmshaven, Martina Bruse, am Montag. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Niedersachsen forderte mehr Arbeitszeitsouveränität.

Jeder zehnte Beschäftigte sei mit seiner Arbeitszeit unzufrieden - unabhängig davon, ob Frau oder Mann, teilte der DGB mit. Vor allem Frauen wollten ihre Arbeitszeit gerne ausweiten, immer mehr Männer die Stundenzahl reduzieren. „In kaum einem anderen EU-Land ist die Arbeitszeit zwischen den Geschlechtern so ungleich verteilt wie in Deutschland“, sagte die Frauensekretärin beim DGB, Naciye Celebi-Bektas. Jede zweite Beschäftigte in Niedersachsen arbeite in einem Teilzeitjob.

Dies schaffe Nachteile beim Einkommen, verhindere den beruflichen Aufstieg und führe zu geringeren Renten, urteilte die IG Metall. „Deshalb ist ein gesetzliches Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit dringend notwendig“, sagte Bruse. „Teilzeitbeschäftigte Frauen machen selten Karriere.“ Auch Unternehmen setzten sich noch zu wenig für die Gleichstellung von Frauen und Männern ein.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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