Land zeichnet Telemedizin-Projekt aus

Preis für Klinikum Oldenburg

Oldenburg - Das Klinikum Oldenburg hat gestern den niedersächsischen Gesundheitspreis für sein Telemedizin-Projekt erhalten. Damit wollen „wir diesen dynamischen Bereich weiter fördern und die ausgezeichneten Projekte als gute Beispiele vorstellen“, sagte Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt.

Um die räumliche und zeitliche Distanz zwischen Ärzten und Patienten zu überbrücken, haben das Klinikum Oldenburg und die IQ.medworks GmbH eine Telemedizin-Zentrale eingerichtet. Heißt: Mediziner beurteilen ohne zeitliche Verzögerung mithilfe digitaler Telekommunikation und hochentwickelten mobilen Endgeräten Patienten, stellen Diagnosen, treffen weiterführende therapeutische Entscheidungen und leiten Ersthelfende oder Rettungsassistenten an, teilte das Land mit.

Der Fokus der Telemedizin-Zentrale liegt derzeit auf Patienten, die auf Offshore-Windplattformen in der Nordsee tätig sind und dort erkranken oder einen Unfall erleiden. Diese Menschen haben keinen direkten Zugang zu ärztlicher Versorgung. Bis ein Notarzt vor Ort ist, vergeht oft wertvolle Zeit.

Mit der Angliederung der Telemedizin-Zentrale an bestehende Strukturen wird vorhandenes Expertenwissen genutzt und eine nachhaltige Implementierung gefördert. „Diese innovative Idee trägt dazu bei, die Versorgung in einem Flächenland, auch in entlegeneren Regionen, sicherstellen zu können“, heißt in der Mitteilung des Landes.

„Unsere Freude ist riesengroß. Die Absicht bei der Teilnahme an diesen Ausschreibungen war es, die Telemedizin bekannter zu machen und vor allem auch Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, aber auch in der Politik zu erreichen. Das haben wir definitiv erreicht“, sagte der Geschäftsführer des Klinikums Oldenburg, Dr. Dirk Tenzer, nach Angaben des Krankenhauses.

Rubriklistenbild: © dpa

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