Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land

Betriebe stehen in „Standby“-Bereitschaft

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„Wir können das“ – gemäß dem Slogan besprachen Britta Jochims, Axel Brammer, Renate Geuter, Hartmut Günnemann und Susanne Mittag (v.l.) die Sorgen und Nöte der Kreishandwerkerschaft.

Delmenhorst/Landkreis - Politik trifft Handwerk: Die drei SPD-Abgeordneten Susanne Mittag (Bundestag), Renate Geuter und Axel Brammer (beide Landtag) waren am Dienstagvormittag zu Gast bei der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land.

Etliche Bedenken und Wünsche des Verbandes trugen Kreishandwerksmeisterin Britta Jochims und Geschäftsführer Hartmut Günnemann den Politikern dabei vor, heißt es in einer Pressemitteilung.

Dabei kam auch die aktuelle Flüchtlingssituation zur Sprache. Das Handwerk sei in ‚Standby‘-Bereitschaft, um ausländischen Fachkräften und Auszubildenden eine Anstellung zu bieten, erklärte Günnemann. „Voraussetzung sind ausreichende Deutschkenntnisse“, betonte der Geschäftsführer. Mittag verwies in diesem Zusammenhang auf die gerade beschlossenen Gesetze: „Alle Zuwanderer, die anerkannt werden, müssen erst einmal die Veränderungen, Unterschiede und Grundlagen in Deutschland kennenlernen.“

Aber nicht nur Flüchtlinge können in Handwerksbetrieben eine Arbeit finden, sondern auch die deutschen Jugendlichen. Um die Handwerksberufe für diese attraktiver zu machen, forderte Brammer in Delmenhorst mehr Gleichwertigkeit und Durchlässigkeit der beruflichen und der akademischen Bildung.

Die Wettbewerbsfähigkeit der privaten Betriebe war ein weiteres Anliegen der Kreishandwerkerschaft. Günnemann wies auf einige Punkte der derzeitigen Überarbeitung des Niedersächsischen Tariftreue- und Vergabegesetzes hin, die nicht nur das Handwerk kritisch sehe und klarere Positionierung fordere. Brammer und Geuter wollen nun ihre Kollegen im zuständigen Fachausschuss sensibilisieren, damit bei öffentlichen Aufträgen ein fairer Wettbewerb gesichert wird.

Geuter, finanzpolitische Sprecherin der Fraktion in Hannover, versprach zudem einen Hinweis an den Finanzminister, im Bundesrat dafür zu sorgen, dass private Unternehmen nicht benachteiligt werden.

Günnemann macht zudem deutlich, dass die Handwerker die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zu den Ein- und Ausbaukosten nicht akzeptieren können. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die Umsetzung der im Koalitionsvertrag festgelegten Vereinbarung. Nach der sei im Gewährleistungsrecht dafür zu sorgen, dass Handwerker nicht pauschal auf den Kosten von Produktmängeln sitzen bleiben, die der Lieferant oder Hersteller zu verantworten hat.

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