Mehr als drei Jahre Gefängnis für Oldenburger

Kindesmissbrauch: Haft für Serientäter

Oldenburg - Immer wieder hat ein 35-jähriger Oldenburger in den vergangenen Jahren Kinder vergewaltigt und sexuell missbraucht. Jetzt muss der Wiederholungstäter erneut für drei Jahre und zwei Monate ins Gefängnis. Ein entsprechendes Urteil des Oldenburger Amtsgerichtes hat das Oldenburger Landgericht in zweiter Instanz bestätigt. Der Angeklagte ist mehrfach einschlägig vorbestraft. 2007 hatte er in Leipzig an einer Bushaltestelle ein neunjähriges Mädchen entführt und es in seiner Wohnung vergewaltigt.

Dafür war er 2008 vom Landgericht in Leipzig zu drei Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Weil weitere Taten befürchtet wurden, wurde der Angeklagte unter Führungsaufsicht gestellt. Doch der 35-Jährige verlegte seinen „Wirkungskreis“ nach Oldenburg. Auch hier missbrauchte er Kinder und legte eine Sammlung mit kinderpornografischen Bildern an. Dafür wurde er vom Oldenburger Amtsgericht zu weiteren eineinhalb Jahren Haft verurteilt.

Nach Verbüßung dieser Strafe setzte er den Missbrauch von Kindern fort. Weil der Angeklagte unter Führungsaufsicht stand, musste er sich zwischendurch bei der Bewährungshilfe melden. Was sonst noch geschah, blieb zunächst noch im Verborgenen. Im Internet nahm der 35-Jährige wieder Kontakt zu Kindern auf, gab sich als 15-Jähriger aus und verschickte pornografische Bilder und Nacktvideos von sich selbst. Eine Mutter, die den Chatverlauf ihrer Kinder überprüft hatte, erstattete sofort Anzeige.

Bei einer Hausdurchsuchung wurden auf dem Rechner des Angeklagten 71 000 kinderpornografische Dateien und Bilder gefunden. 15 000 hat die Polizei ausgewertet, den Rest sollen die Beamten angewidert zur Seite geschoben haben. Gegen das letzte Urteil des Oldenburger Amtsgerichtes hatte der Angeklagte Berufung eingelegt. Er fühlte sich zu hart bestraft. Das sah die Kammer aber ganz anders. Die Berufung des Angeklagten wurde verworfen.

 wz

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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