Karneval in Goldenstedt am 6. und 7. Februar/Umzug und Party im Festzelt

Elferrat belohnt besonders kreative Narren

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Und los geht‘s: Der Umzug erfreut sich großer Beliebtheit.

Goldenstedt - Von Jan Schmidt. Ein bisschen Wehmut kommt jedes Jahr auf – denn trotz aller Partylaune müssen sich Bernhard Uhlhorn und Barbara Brinkmann in Verzicht üben. Die Organisatoren des Goldenstedter Karnevals sind leidenschaftliche Köln-Fans. Ausgerechnet am 6. und 7. Februar, wenn in Goldenstedt der große Umzug auf dem Plan steht, steuert auch die Domstadt ihrem närrischen Höhepunkt entgegen. Für Uhlhorn und Brinkmann ist das aber kein Grund, ernsthaft Trübsal zu blasen: Der Goldenstedter Karneval hat sich seit seiner Erstausgabe im Jahr 1999 stetig weiterentwickelt. Und die Menschen in der hiesigen Region können ebenso gut feiern wie die Narren im Rheinland, schmunzeln Uhlhorn und Brinkmann. Wir haben die beiden interviewt.

Barbara, Bernhard – für welches Kostüm habt ihr euch dieses Jahr entschieden?

Bernhard Uhlhorn: Das bleibt noch ein Geheimnis! Aber so viel können wir schon verraten: Wir sind uns noch nicht ganz einig. Entweder, es wird auf etwas Modernes hinauslaufen, oder wir greifen auf einen echten Klassiker zurück.

Originelle Verkleidungen sind in Goldenstedt Pflicht?

Barbara Brinkmann: Wir freuen uns natürlich, wenn die Umzugsteilnehmer und auch die Zuschauer kreativ sind. Während der ersten Jahre waren die Goldenstedter noch etwas schüchtern. Aber mittlerweile trägt so gut wie jeder ein Kostüm – sogar schon während der Zelt-Party am Freitagabend. Wer besonders einfallsreich ist, wird dafür sogar belohnt: Die besten Festwagen und auch Fußgruppen bekommen vom Elferrat den ,Goldenen Willie‘ überreicht.

Den Elferrat stellt die Gemeinde?

Uhlhorn: Genau! Die Zusammenarbeit klappt hervorragend. Mit Bürgermeister Willibald Meyer haben wir außerdem einen Karneval-Fan auf unserer Seite, der uns bestmöglich unterstützt.

Ansonsten übernehmt ihr die Organisation komplett alleine?

Uhlhorn: Wie gesagt, die Gemeinde unterstützt uns tatkräftig. Aber der Aufwand ist trotzdem nicht zu unterschätzen. Ein paar Wochen sind wir jedes Jahr voll eingespannt. Es macht uns Spaß, und die Leute in der Region geben uns sehr viel positives Feedback. Mittlerweile ist der Karneval hier schon nicht mehr wegzudenken.

Warum habt ihr ihn überhaupt damals ins Leben gerufen?

Brinkmann: Früher haben wir tatsächlich immer in Köln und Düsseldorf gefeiert. Irgendwann haben wir uns dann gesagt – das bekommen wir in Norddeutschland auch hin, natürlich in kleinerer Form. Von Anfang an war der Zuspruch ziemlich groß. Im ersten Jahr konnten wir auf Anhieb elf Gruppen für den Umzug gewinnen. Da war uns klar, dass wir das Ganze wiederholen mussten.

Wie groß ist der Karneval mittlerweile?

Uhlhorn: In den vergangenen Jahren hatten wir immer zwischen 30 und 40 Gruppen, die entweder mit einem geschmückten Wagen teilgenommen haben oder zu Fuß unterwegs waren. Auch die Wildeshauser Schützengilde nimmt am Umzug teil. Was die Zahl der Zuschauer angeht: Das müssten schon ein paar Tausend sein.

Wann startet der Umzug?

Uhlhorn: Los geht‘s am 7. Februar um 13.11 Uhr am Festzelt. Die Strecke führt durch den Ortskern und endet später wieder beim Festzelt, wo dann am Abend die große Party steigt.

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