35-Jähriger muss für sechs Monate hinter Gitter

Jüdischen Friedhof geschändet

Oldenburg - Die Schändung des jüdischen Friedhofs im November 2013 an der Dedestraße in Oldenburg hat jetzt vor dem Amtsgericht Oldenburg ein Nachspiel gehabt. Der Vorfall hatte für große Empörung gesorgt. Täter, die der rechten Szene angehören sollen, hatten Hakenkreuze an die Grabsteine und an die Trauerkapelle gesprüht.

Die Richter schickten den 35-jährigen Haupttäter für sechs Monate ins Gefängnis. Ein 37 Jahre alter Mitangeklagter muss für fünf Monate hinter Gitter, und ein 26-Jähriger wurde zu einer Geldstrafe von 3 000 Euro verurteilt.

Der Hauptangeklagte hatte die Tat gestanden. Man habe ein Zeichen setzen wollen, erklärte er. Welches Zeichen das sein soll, blieb im Dunkeln. Die beiden Mitangeklagten wollten mit dem Vorfall eigentlich nichts zu tun haben. Sie seien nicht auf dem Friedhof gewesen, sagten sie.

Die beiden standen aber davor und hatten nach Überzeugung des Gerichtes (psychische) Beihilfe geleistet. An der Tat war auch noch ein Jugendlicher beteiligt gewesen. Er musste sich in einem gesonderten Verfahren verantworten.

Die Friedhofs-Schändung hatte damals zu heftigen Reaktionen geführt. Mahnwachen wurden postiert, die Polizei fuhr verstärkt Streife. Und der Stadtrat verabschiedete eine Resolution, in der die Schändung aufs Schärfste verurteilte wurde.

wz

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