Jäger müssen Landwirt Schadenersatz für Handbruch zahlen

Oldenburg/Freren - Der Handbruch eines Bauern beim Einfangen seiner aufgescheuchten Rinder hat jetzt auch den Bundesgerichtshof beschäftigt.

Der BGH in Karlsruhe bestätigte ein Urteil des Oldenburger Oberlandesgerichts, wonach der Landwirt Anspruch auf Schadensersatz hat.

Zwei Jäger hatten im Dezember 2009 im emsländischen Freren eine Treibjagd in der Nähe des Hofes des Bauern veranstaltet. Dabei rannte ein Jagdhund auf die Weide des Landwirtes und versetzte drei Rinder in Panik, wie das Oberlandesgericht am Montag mitteilte.

Die Tiere ergriffen die Flucht. Der Landwirt brach sich die Hand, als er die Rinder wieder einfangen wollte. Er verklagte die Jäger, bekam aber erst in zweiter Instanz vor dem Oberlandgericht Recht. Auch der BGH teilte nun die Auffassung, dass die Veranstalter einer Treibjagd verantwortlich dafür seien, dass Dritte nicht zu Schaden kämen. Richter müssen nun noch festlegen, wie viel Schmerzensgeld und Schadensersatz der Bauer erhält.

dpa

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