Zwei Jugendliche müssen sich verantworten

Gericht verhandelt Brandanschlag

Oldenburg - Wegen versuchten Mordes müssen sich seit Dienstag zwei 16 und 17 Jahre alte Jugendliche aus Oldenburg vor der Jugendkammer des Oldenburger Landgerichtes verantworten. Den beiden wird vorgeworfen, am 9. Juni nachts eine mit Brandbeschleuniger gefüllte Glasflasche durch ein Fenster in eine Einzimmerwohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhaus an der Cloppenburger Straße in Oldenburg geworfen zu haben.

Das Feuer vernichtete damals das gesamte Inventar. Es entstand ein Schaden von rund 30.000 Euro. Das Mehrfamilienhaus musste evakuiert werden.

Die Einzimmerwohnung wurde von einer 18-Jährigen bewohnt. Der Brandanschlag galt ihr. Sie soll die Angeklagten in einem Ermittlungsverfahren belastet haben. Deswegen nimmt die Staatsanwaltschaft als Motiv für die Tat Rache an.

Zum Zeitpunkt des Anschlags war die junge Frau nicht zu Hause gewesen. Das aber sollen die Angeklagten nicht gewusst haben. Schnell war damals klar, dass es sich um vorsätzliche Brandstiftung handelte. Die Ermittlungsarbeit der Polizei führte Wochen später auf die Spur des 16-Jährigen. Es erging Haftbefehl.

Im Zuge der Ermittlungen meldete sich ein Zeuge. Der wollte gehört haben, dass nicht nur der 16-Jährige, sondern ein weiterer Jugendlicher mit dem „Abfackeln“ der Wohnung geprahlt hatte. So geriet auch der 17-Jährige ins Visier der Ermittler. Er wurde später auch von dem jüngeren Angeklagten als Mittäter belastet.

Der 17-Jährige hatte zunächst eine Tatbeteiligung geleugnet, dann aber erklärt, doch dabei gewesen zu sein. Beide Angeklagte sollen die Tat gestanden, aber betont haben, sie hätten nicht mit Tötungsvorsatz gehandelt. Aufgrund des Alters der Angeklagten ist die Öffentlichkeit vom Verfahren ausgeschlossen. Es dauert bis zum 19. Dezember.

wz

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