Bande soll 24 Taten verübt haben 

Fünf Männer stehen wegen Einbruchsserie vor Gericht

+
Das Landgericht Oldenburg hat 27 Verhandlungstage für das Verfahren angesetzt. 

Oldenburg - Mit einer beispiellos dreisten Einbruchsserie muss sich seit Montag das Oldenburger Landgericht beschäftigen.

Angeklagt sind fünf Männer aus Delmenhorst, Syke und Bremen im Alter zwischen 25 und 39 Jahren. Sie sollen zu einer Bande gehören, der 24 Wohnungseinbruchdiebstähle zur Last gelegt werden – begangen in der Zeit von 2016 bis 2017 unter anderem in Friesoythe, Garrel, Edewecht, Westerstede, Wardenburg, Großenkneten, Bad Zwischenahn, Delmenhorst und Oldenburg.

Die Bande war der Schrecken vieler Hausbesitzer. In einigen Fällen hatte sie die jeweiligen Objekte nach der Tat geflutet, um Spuren zu verwischen. Die Bewohner waren urlaubsbedingt nicht anwesend gewesen. Als sie zurückkehrten, schwamm ihnen ihr Hab und Gut entgegen. Die Täter hatten Abflüsse von Waschbecken und Duschen mit Stöpseln verschlossen und dann alle Wasserhähne geöffnet. Die Folge war die totale Zerstörung einiger Häuser. In Einzelfällen lag der Wasserschaden bei rund 200.000 Euro.

Um sicher zu gehen, dass die Bewohner wirklich nicht da sind, hatten die Einbrecher zuvor mehrmals an der Tür geklingelt. Tat sich nichts, brachen sie mit brachialer Gewalt in die Häuser ein. Sie durchsuchten dann alle Räume. Schmuck, Elektronikgeräte und Geld fielen den Tätern in die Hände. Sie stahlen auch die Fahrzeuge der Geschädigten, wenn sie zuvor im Haus die entsprechenden Autoschlüssel gefunden hatten.

Akribische Ermittlungen der Polizei

Die Bande ging laut Anklage arbeitsteilig vor. Einige Mitglieder sollen auch in eine Spielothek eingebrochen sein, um dort Spielautomaten aufzubrechen. Schaden hier: rund 90 000 Euro.

Die akribische Ermittlungsarbeit der Polizei konnte der Bande schließlich das Handwerk legen. Handyortungen und Peilsender führten zu den jeweiligen Tatorten und damit zu den Angeklagten.

Nach Verlesung der umfangreichen Anklageschrift ging es am Montag allerdings erst einmal nicht um die Sache an sich. Stattdessen vertagte sich das Gericht. Es muss über eine Besetzungsrüge entschieden werden. Die Verteidigung ist der Meinung, dass die Kammer mit falschen Richtern bestückt ist. Das Verfahren ist auf 27 Verhandlungstage terminiert und wird am 21. Februar um 9 Uhr fortgesetzt. 

 wz

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Citroën Berlingo: Meister der Möglichkeiten

Citroën Berlingo: Meister der Möglichkeiten

USA schieben früheren Nazi-Kollaborateur nach Deutschland ab

USA schieben früheren Nazi-Kollaborateur nach Deutschland ab

Rückkehr der "Siedler" und "Desperados"

Rückkehr der "Siedler" und "Desperados"

Sonne, Strand und Meer: Beliebte Strandhotels auf Mallorca

Sonne, Strand und Meer: Beliebte Strandhotels auf Mallorca

Meistgelesene Artikel

Tag der offenen Tür beim OOWV in Wildeshausen

Tag der offenen Tür beim OOWV in Wildeshausen

Frau verhindert durch Bremsung schweren Verkehrsunfall

Frau verhindert durch Bremsung schweren Verkehrsunfall

Polizisten im Hubschrauber mit Laserpointer geblendet

Polizisten im Hubschrauber mit Laserpointer geblendet

Kommentare