Frank Leenderts offiziell als Geschäftsführer der Großleitstelle Oldenburger Land vorgestellt

„Eine Kreuzung aus Sohn und Bruder“

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Frank Leenderts (l.) ist neuer Geschäftsführer der Großleitstelle Oldenburger Land und damit Nachfolger von Hans Rüger (r.). Christian Wolf überreichte die Ernennungsurkunde.

Oldenburg/Landkreis - „Ich weiß, du bist der Richtige, und ich kann beruhigt nach Hause gehen“, sagte der bisherige Geschäftsführer der Großleitstelle Oldenburger Land, Hans Rüger. Die Worte galten Frank Leenderts, der nach der Pensionierung Rügers am Dienstag offiziell als sein Nachfolger vorgestellt wurde.

Leenderts ist mit der Arbeit bereits bestens vertraut: Er leitete bereits das Team, das seit 2009 mit dem Aufbau der Großleitstelle, die neben Stadt und Landkreis Oldenburg auch für Delmenhorst sowie die Kreise Ammerland, Cloppenburg und Wesermarsch zuständig ist, betraut war. Seit die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle 2012 den Betrieb aufnahm, fungierten Rüger und Leenderts gewissermaßen als Doppelspitze.

Die Phase des Aufbaus, der Umstellung und die ersten Monate danach seien eine „harte Zeit“ gewesen, erinnerte sich Rüger. Aber all das „hat sich gelohnt“, so der 62-Jährige, und die Zusammenarbeit mit Leenderts sei ein echtes „Highlight“ in seiner Dienstzeit gewesen. „Du warst eine Kreuzung aus Sohn und Bruder für mich“, sagte Rüger. Auch wenn er seine „Fürsorgepflicht“ etwas vernachlässigt habe. Denn Leenderts habe in den Jahren des Umbruchs „Großartiges geleistet“, wobei die Grenzen des Zumutbaren jedoch bisweilen auch überschritten worden sein: „Selbst auf dem Krankenbett hattest du einen Laptop auf dem Schoß“, schmunzelte Rüger.

Der Erste Kreisrat und zugleich Vorsitzender des Verwaltungsrates der Großleitstelle, Christian Wolf, überreichte Leenderts am Dienstag die Ernennungsurkunde. Wolf lobte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Rüger und Leenderts. Der Aufbau der Großleitstelle sei ein „sehr ambitioniertes Vorhaben gewesen“, betonte er. Die Zusammenführung der Leitstellensysteme von „sechs Kommunen mit unterschiedlichen Strukturen und jahrzehntelangen Traditionen“, dazu noch die Koordination mit der Polizei – „alle diese Herausforderungen wurden gemeistert“, so Wolf. Entstanden sei „ein Vorzeigeobjekt in der Region, im Land, wenn nicht sogar darüber hinaus“.

Auch Rüger erinnerte in diesem Zusammenhang an frühere Zeiten, als die einzelnen Leitstellen bei weitem nicht das hätten leisten können, was durch die neuen Strukturen nun möglich sei. „Ich denke zum Beispiel an die Ein-Mann-Leitstelle in Ganderkesee, wo ein Mitarbeiter selbst wichtige Telefonate beenden musste, wenn der nächste Anruf kam“, so der Pensionär. Eine telefonische Anleitung zur Reanimation oder auch das Beruhigen eines panischen Anrufers bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sei damals nicht gewährleistet gewesen. Und das habe auch die Mitarbeiter stark belastet.

Auch Leenderts betonte, dass mit der Aufnahme des Betriebs der Großleitstelle „das gesamte Notrufmanagement revolutioniert“ worden sei und dankte allen Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit.

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