Familienvater aus dem Landkreis Vechta missbraucht Freundin seiner Tochter

„So viele Leben zerstört“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Landkreis Vechta/Oldenburg - Er hatte alles: Eine Familie mit Frau und Kindern, einen guten Job, ein schönes Haus und er genoss hohes Ansehen. Doch dann missbrauchte er die beste Freundin seiner kleinen Tochter. Seit gestern muss sich ein 48 Jahre alte Familienvater aus dem Landkreis Vechta wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes vor der Jugendschutzkammer des Oldenburger Landgerichtes verantworten.

„So viele Leben zerstört“, brachte es der Angeklagte gestern auf den Punkt. Das elfjährige Opfer trägt schwer an den sexuellen Übergriffen und wird es ein Leben lang tun, seine entsetzte Familie kann nicht mehr zu ihm aufschauen, das Haus wird verkauft, der Job ist weg. Uund alle ehrenamtlichen Ämter auch. „Alles zerstört“, so der Angeklagte. Und warum? Das Gericht suchte gestern nach den Motiven für die Taten, die sich über ein Jahr lang hinzogen.

29 Übergriffe werden dem Angeklagten angelastet: Im Vorratsraum seines Hauses, im Badezimmer, im Baumhaus, im Pool und im Schlafzimmer soll er das Kind missbraucht haben. Die Elfjährige war die beste Freundin seiner Tochter, deswegen kam sie häufig zu Besuch. Die anfänglichen unsittlichen Berührungen steigerten sich bis zum schweren sexuellen Missbrauch. „Ich habe mich zu ihr hingezogen gefühlt“, sagte der 48-Jährige, „Ich habe nichts in ihren Augen gesehen.“ Dass das Mädchen die Übergriffe aber nur deswegen über sich ergehen ließ, um nicht den Kontakt zu der besten Freundin zu verlieren, das hatte der Mann nicht bedacht. Laut Anklage hat er die Freundschaft der Mädchen schamlos für seine Zwecke ausgenutzt. Den Feststellungen zufolge hat er alles kaputt gemacht.

„Wir waren mal eine richtige Familie“, zeigte der Angeklagte Einsicht und Reue, was jetzt aber zu spät kommt. Wenn das rauskomme, würde er hart bestraft werden, hatte er der Elfjährigen gesagt, und ihr damit die Bürde auferlegt, „weiter so oder Konsequenzen“. Im Mai dieses Jahres konnte die Elfjährige nicht mehr. Sie offenbarte sich ihrer Mutter. Wenig später klickten die Handschellen. „Alles geht unter“, beschrieb der Familienvater das, was die Folgen solchen Handelns sind.

wz

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