Nur einer kann gewinnen

Nominierte für den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis lesen öffentlich

Die Sonderpädagogin Anne Becker (links) befasste sich für „Klickediklack“ mit dem Außenseiter Chris, während Julya Rabinowich in „Dazwischen: ich“ über ein Flüchtlingsmädchen schrieb. Ulrich Fasshauer geht in „Das U-Boot auf dem Berg“ auf eine psychische Krankheit ein. - Fotos: Hildebrand/Mazohl/Laub

Oldenburg - Für den diesjährigen Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg hat die Jury einen Autor und zwei Autorinnen nominiert. Wer einen Einblick in das Können der Nominierten gewinnen möchte, ist eingeladen, am Mittwoch, 8. November, um 15 Uhr an einer Lesung in der Kinderbibliothek am PFL, Peterstraße 1, teilzunehmen. Die Lesung ist kostenlos, Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Wer den Preis tatsächlich erhält, wird aber erst am Abend der Preisverleihung, 8. November, um 19 Uhr im Alten Rathaus, Großer Sitzungssaal, bekanntgegeben. 300 Erstlingswerke (203 Manuskripte, 97 Bücher) wurden insgesamt eingereicht. Die Jury sichtete und beurteilte die Stücke, bevor sie sich für die Nominierung folgender Werke entschied: Anne Becker aus Essen mit ihrem Jugendbuchmanuskript „Klickediklack“, Ulrich Fasshauer aus Berlin mit dem Kinderbuch „Das U-Boot auf dem Berg“ (Tulipan Verlag) und Julya Rabinowich mit ihrem Jugendbuch „Dazwischen: ich“ (Hanser Verlag).

Seit 1977 vergibt die Stadt einen Preis für herausragende literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur. Die mit 8 000 Euro dotierte Auszeichnung ist die einzige ihrer Art in Deutschland. Als Förderpreis dient sie dem Ansporn und der Ermutigung von Autoren beziehungsweise Illustratoren, die ein Erstlingswerk vorlegen. Zugleich soll innovativen Ideen eine Chance gegeben und ein Anreiz geschaffen werden, die Werke Unbekannter in die Verlagsprogramme aufzunehmen.

In Fasshauers „Das U-Boot auf dem Berg“ geht es um den kleinen Mauritius. Den Tag, an dem sein Onkel Christoph „vorübergehend“ bei seiner Familie einzieht, wird der schüchterne Junge wohl nie vergessen. Schnell ist klar, dass der Onkel so gar nicht normal, sondern herrlich durchgeknallt ist. Dabei wird Mauritius nach und nach bewusst, dass hinter Christophs Verhalten eine psychische Krankheit steckt.

Beckers „Klickediklack“ begleitet den Außenseiter Chris, der Stress in der Schule hat, und auch zu Hause läuft es nicht gut. Aber dann freundet er sich mit Abdullah an, dem komischen Neuen in seiner Klasse. Dieser beweist sich als sein bester Freund.

„Dazwischen: ich“ von Rabinowich beleuchtet das Los der 15-jährigen Madina, einem Flüchtlingskind. Nach einer beschwerlichen Flucht vor dem Krieg ist sie endlich angekommen in einem Land, das Sicherheit verspricht. Doch nicht allen in ihrer Familie fällt es leicht, Fuß zu fassen. So nimmt Madina das Schicksal ihrer Familie in die Hand und findet in Laura eine Freundin, die für sie in der Fremde eine Heimat bedeutet.

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