Einbrüche in Juweliergeschäfte geahndet

Hohe Haftstrafen für Haupttäter

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Mediengruppe Kreiszeitung

Molbergen/Vechta/Oldenburg - Im Prozess um die massenhaften Blitzeinbrüche in Juweliergeschäfte sind die beiden Hauptangeklagten aus Lohne und Molbergen gestern zu Gefängnisstrafen von vier Jahren und drei Monaten beziehungsweise drei Jahren und vier Monaten verurteilt worden. Ein dritter Mitangeklagter kam dagegen noch mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe davon. Er ist nicht einschlägig vorbestraft.

Das Oldenburger Landgericht wertete die zahlreichen Einbrüche, begangen in Molbergen, Vechta, Stuttgart, Münster und Osnabrück, als schwere bandenmäßige Diebstähle. Die Angeklagten im Alter zwischen 31 und 44 Jahren hatten bei den jeweiligen Juweliergeschäften die Rolltore aufgehebelt und dann blitzschnell Goldschmuck aus den Schauvitrinen gegriffen (wir berichteten). Der Schaden für die Geschäfte lag jeweils zwischen 10000 und 50000 Euro.

Eine akribische Ermittlungsarbeit der Polizei konnte der Bande schließlich das Handwerk legen. Zuvor waren die Angeklagten observiert worden. Auch ihre Telefone wurden abgehört. Deswegen wussten die Beamten auch, dass die Bande am 31. Januar vergangenen Jahres erneut zuschlagen wollte, und zwar in Molbergen. Dort waren sie auf die Angeklagten vorbereitet. Sie brachten Überwachungskameras in Stellung und sicherten das Gebiet um Molbergen weiträumig ab.

Unter den Augen der Polizei brachen die Angeklagten dann ein – sie versuchten es zumindest. Doch diesmal scheiterten sie. Direkt danach klickten die Handschellen.

Die Fahnder sollen noch auf einen weiteren Mittäter gehofft haben. Der aber ging ihnen nicht ins Netz. Mit dem Strafmaß waren alle Prozessbeteiligten einverstanden. Es beruht auf Absprachen. Verfahrensverkürzende Gespräche hatten Erfolg gehabt. Die Angeklagten legten daraufhin ein volles Geständnis ab, was ihnen erheblich strafmindernd angerechnet wurde. Das Geständnis hat dem Landgericht ein langwieriges Verfahren erspart.

wz

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