Drei Jahre Gefängnis für Angeklagten

Nebenbuhler angefahren

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Mediengruppe Kreiszeitung

Delmenhorst - Im Prozess gegen einen 27-jährigen Delmenhorster, der in der Nacht zum 8. Dezember 2013 in Delmenhorst einen vermeintlichen Nebenbuhler absichtlich angefahren und zwischen zwei Autos eingequetscht hatte, ist der Angeklagte am Mittwoch zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Die Schwurgerichtskammer des Oldenburger Landgerichtes wertete die Tat als gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und gefährliche Körperverletzung.

Den ursprünglichen Tatvorwurf des versuchten Totschlags ließ das Gericht fallen. Zwar hatte der Angeklagte nach Überzeugung des Gerichtes zunächst in Tötungsabsicht gehandelt, dann aber doch freiwillig von seinem Opfer abgelassen. Er hätte den Nebenbuhler letztlich töten können, wenn er es wirklich gewollt hätte. Ein freiwilliger Rücktritt wirkt sich strafbefreiend aus. Bestehen blieben aber die anderen Tatvorwürfe.

In der Tatnacht hatte der Angeklagte den vermeintlichen Nebenbuhler durch Delmenhorst fahren sehen. Im Auto des Mannes saß die Frau des Angeklagten. Um ihn an der Weiterfahrt zu hindern, fuhr der 27-Jährige nun entgegen der Fahrtrichtung in einen Kreisverkehr und gab Gas, als der andere Mann ausgestiegen war. Er erwischte das Opfer frontal und quetschte es zwischen den beiden Fahrzeugen ein. Dann schlug er auf den Hilflosen auch noch ein.

Nach diesen Attacken hatte der Angeklagte selbst die Polizei gerufen. Unter anderem damit war belegt, dass er von der Tötungsabsicht Abstand genommen hatte. In dem jetzigen Verfahren hatte der Angeklagte als Grund für seine brutale Aktion angegeben, in der Hand des Opfers eine Waffe gesehen zu haben. Deswegen sei er davon ausgegangen, dass seine Frau entführt werden sollte. Das Gericht stufte diese Version aber als Schutzbehauptung ein.

wz

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