Delikte im Landkreis nehmen ab

Kriminalität so niedrig wie nie

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Mediengruppe Kreiszeitung

Delmenhorst - Die Zahl der Straftaten im Landkreis Oldenburg, die der Polizei bekannt sind, ist im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit mindestens zehn Jahren gesunken. Das teilten die Beamten am Montag in Delmenhorst während der Vorstellung der Kriminalstatistik für das Jahr 2015 mit. „Es ist unser absolut niedrigster Wert“, sagte Polizeioberrat Markus Voth, Leiter des Polizeikommissariats Wildeshausen, in den Räumen der übergeordneten Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land.

Konkret befassten sich die Ermittler im Jahr 2015 mit 6341 Delikten, von denen 3677 aufgeklärt wurden. Das entspricht einem Anteil von knapp 58 Prozent. „Ich bin sehr erfreut, weil es immer weniger Opfer gibt“, so Voth. Auch die Aufklärungsquote habe sich auf einem sehr hohen Niveau stabilisiert. Im Jahr 2014 waren es noch 6686 Taten gewesen. Das entspricht einem Rückgang von 5,2 Prozent.

Trotz der allgemein guten Zahlen bleiben Einbrüche in Ein- und Zweifamilienhäuser das Sorgenkind der Polizei. „Die Täter kommen über das gute Autobahnnetz sehr schnell zu den Gebäuden und wieder weg“, hob Voth die in diesem Fall auch für Verbrecher praktische Infrastruktur um den Landkreis hervor. Dieser sei von den Autobahnen 1, 28 und 29 eingerahmt, ergänzte der Leiter des Kriminalermittlungsdienst in Wildeshausen, Nils Behrmann.

Ein weiteres Thema, das der Bevölkerung Sorgen bereitet, ist die Angst vor kriminellen Flüchtlingen. Zwar beobachte die Polizei die Asylbewerber im Landkreis Oldenburg genau, aber es sei „keine signifikante Steigerung des Kriminalitätsgeschehens“ feststellbar, sagte der Leiter der Polizeiinspektion, Jörn Stilke. Es gäbe keine Sexualtaten, wohl aber Diebstähle und Aggressionsdelikte. Letztere führte der Kriminaldirektor auf die „ausgesprochene Langeweile“ und das Zusammenleben auf engstem Raum in den Unterkünften zurück. Belastbare Zahlen legten die Beamten nicht vor, da die Flüchtlinge erst in den letzten Monaten des vergangenen Jahres in großer Zahl gekommen seien.

Stilke betonte, keine Volksberuhigung betreiben zu wollen. „Wir sind überaus aufmerksam. Aber es gibt keinen Grund, etwas zu dramatisieren.“ Im vergangenen Jahr sind 1200 Quoten- und bis zu 500 Amtshilfeflüchtlinge in den Landkreis Oldenburg gekommen.

bor

Oldenburger Land

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