Bürgermeister Meyer kritisiert: Neue Rewe-Planung verstößt gegen LROP

Goldenstedt wehrt sich gegen Vechtas Pläne

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Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer übt scharfe Kritik an den Plänen der Stadt Vechta.

Goldenstedt - Von Yvonne Nuxoll. Die Gemeinde Goldenstedt reagiert mit Verwunderung auf die neuen Pläne der Stadt Vechta für den Rewe-Markt an der Oyther Straße in Vechta. Wie Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer mitteilte, will die Gemeinde die beabsichtigten 1200 Quadratmeter für den Markt nicht akzeptieren. Seine Begründung: In keinem der Gutachten sei diese Größe empfohlen worden. „Ich kann mir nicht erklären, wie die Stadt auf eine zulässige Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern kommt“, sagt Meyer.

Das von der Stadt Vechta in Auftrag gegebene Gutachten der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung sehe eine Verkaufsfläche von 1000 bis 1100 Quadratmetern vor. Eine Einschätzung, die die Gemeinde in Auftrag gegeben hatte, bewege sich ebenfalls in dem Bereich.

Nach wie vor ist Bürgermeister Meyer der Ansicht, dass der Vollsortimenter den Bestand des Combi-Marktes in Lutten gefährde. Meyer beruft sich dabei auch auf das Urteil des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts in Lüneburg, aus dem hervorgehe, dass der Bebauungsplan der Stadt Vechta in mehrfacher Hinsicht gegen raumordnungsrechtliche Bestimmungen verstoße, so Meyer. Demnach teile das Gericht die Goldenstedter Sorge, dass der Rewe-Markt bestandsgefährdend für den Combi-Markt sei. Zudem verstoße die Lage außerhalb der Innenstadt gegen das Integrationsgebot und das raumordnerische Beeinträchtigungsverbot, hatten die Richter argumentiert.

„Die Reduzierung der Rewe-Verkaufsfläche um 100 Quadratmeter ändert meines Erachtens nichts an dem Verletzungsbestand der schutzwürdigen Interessen Luttens. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gericht wegen 100 Quadratmetern zu einem anderen Ergebnis kommt“, so der Goldenstedter Verwaltungs-chef.

Besonders bedauert er, so hebt er hervor, dass Vechta seit dem Gerichtsbeschluss Ende September vergangenen Jahres diesbezüglich nicht das Gespräch mit der Nachbargemeinde gesucht habe und die Kommune von den neuen Planungen aus der Zeitung erfahren musste. „Wir hätten uns gewünscht, dass die Stadt Vechta angesichts des schwebenden Gerichtsverfahrens mit den neuen Planungen auf die Gemeinde zugekommen wäre“, sagt Meyer.

Hintergrund des Streits sind die Pläne der Stadt Vechta, an der Oyther Straße einen 1300 Quadratmeter großen Rewe-Markt zu bauen. Seit 2013 gibt es keinen Supermarkt in Oythe mehr. Angesichts dessen und des wachsenden Baugebietes in Telbrake will die Stadt das schnellstmöglich ändern.

Goldenstedt sieht hingegen durch einen Markt mit der geplanten Größe den Combi-Markt in Lutten und den Einzelhandel im Ort gefährdet. Da sich die Kommunen nicht einigen konnten, zog die Verwaltung mit einem Eilverfahren vor das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg und stoppte die Planungen in der angedachten Form vorerst.

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