Baskets Oldenburg verlieren in München

„Wir fahren als stolzer Dritter nach Hause“

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Die Mannschaft von Oldenburg verabschiedet sich bei ihren Fans mit einem Plakat mit der Aufschrift "Vielen Dank - für eine tolle Saison und eure Unterstützung.

München – Von Michael Baltes. Die Baskets Oldenburg sind im Halbfinale der BBL-Playoffs ausgeschieden. Gegen den FC Bayern war das Team im entscheidenden fünften Spiel chancenlos. Grund zu übermäßigem Frust gibt es dennoch nicht. Die Saison bleibt ein Erfolg.

Ein Großteil der Bayern Fans hatte den Münchner Audi Dome bereits verlassen, da wurden Oldenburgs Basketballer noch immer von ihren rund 200 mitgereisten Anhängern frenetisch gefeiert. Auf den ersten Blick hätte man meinen können, die Gäste wären gerade ins Finale der BBL-Playoffs eingezogen. Die enttäuschten Gesichter der Baskets-Profis spiegelten dann aber doch den tatsächlichen Verlauf des Abends wieder. Die Oldenburger hatten im entscheidenden fünften Spiel der Best-of-Five-Serie nur bis kurz vor Ende des zweiten Viertels mithalten können. Danach war das Team von Trainer Sebastian Machowski bei der 63:88-Niederlage regelrecht zusammengebrochen.

Während die Bayern nun im Endspiel gegen Alba Berlin um die Meisterschaft kämpfen, ist für Oldenburg die Saison beendet. Eine Saison, die trotz des Halbfinal-Aus als Erfolg zu verbuchen ist. „Wir fahren als stolzer Dritter nach Hause“, sagte Machowski. Zu Recht. Die Donnervögel können auf eine starke Spielzeit zurückblicken. Besonders gegen Ligaprimus Bayern bot Oldenburg einen aufopferungsvollen Kampf. Ein 0:2-Rückstand in der Serie wurde durch zwei sensationelle Spiele ausgeglichen – einzig im entscheidenden fünften Duell schien die Kraft für die ganz große Überraschung zu fehlen.

Kurz vor der Halbzeit ging plötzlich nichts mehr. Dem Spiel der Gäste fehlte fortan die Bewegung, phasenweise wirkte es statisch. Statt konsequent weiter den Weg unter den Korb zu suchen, wurden viele Würfe erfolglos aus der Distanz genommen. Rebounds sicherte sich fast ausschließlich der Gegner. Die Bayern nutzten die Schwächephase der Oldenburger eiskalt aus. Mit einem furiosen 21:3-Lauf im dritten Viertel sorgte das Team von Trainer Svetislav Pesic für die Entscheidung. Die Oldenburger-Fans skandierten im Schlussviertel zwar noch einmal "Wir wollen euch kämpfen sehen" - das erhoffte Comeback blieb aber aus.

„Für uns bleibt die Erkenntnis aus dieser Serie, dass wir alles versucht haben, um am Tabellenersten vorbeizukommen und ins Finale einzuziehen. In den ersten 15 Minuten sah es so aus, als könnten wir die Überraschung tatsächlich wahrmachen. Aber was in den letzten 25 Minuten passiert ist, lässt die Münchner als verdienten Sieger ins Finale einziehen“, resümierte Machowski. Einen Vorwurf wollte er seiner Mannschaft nicht machen. Im Gegenteil. Es sei großartig, dass sein Team es überhaupt noch ins fünfte Spiel geschafft habe, befand der Coach.

Auch vom Gegner kamen lobende Worte: "Ganz großen Respekt an Oldenburg, nach einem 0:2-Rückstand so zurückzukommen", sagte Bayern-Guard Steffen Hamann beim TV-Sender Sport 1. Während sich Hamann mit seinen Teamkollegen nun auf das erste Finalspiel gegen Alba am Sonntag vorbereiten muss, steht für die Baskets vor dem Urlaub nur noch der Saisonabschluss mit den Fans auf dem Programm. Am Samstag tritt die Mannschaft zum traditionellen Fußballspiel gegen eine Auswahl der ehrenamtlichen Helfer an, anschließend folgt eine Feier am Baskets Center. Spätestens hier dürfte die letzte Enttäuschung über das Aus gegen die Bayern von der Freude über eine insgesamt mehr als gelungene Saison überlagert werden.

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