Angriff auf den Nebenbuhler

24-Jähriger steht wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Oldenburg

Oldenburg - Wegen versuchten Mordes muss sich seit Dienstag ein 24 Jahre alter Mann aus Oldenburg vor der Schwurgerichtskammer des Oldenburger Landgerichtes verantworten.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, einem vermeintlichen Nebenbuhler am 5. Dezember aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch mehrere Messerstiche in Leber, Hals und Brust verpasst zu haben, um ihn zu töten. Das 44-jährige Opfer hatte die lebensgefährliche Attacke schwer verletzt überlebt. Es leidet noch heute.

Am Tattag war der Angeklagte zusammen mit seiner Verlobten und dem gemeinsamen Kind auf dem Gelände der Oldenburger Kinderklinik. Letzteres musste sich einer Operation unterziehen. Während der Wartezeit soll die Frau dem Angeklagten eine Affäre mit einem anderen Mann gebeichtet haben. Der 24-Jährige habe dann aus einer Küche in dem Gebäude ein 30 Zentimeter langes Messer geholt und den vermeintlichen Nebenbuhler im Stadtteil Bloherfelde aufgesucht, so die Anklage.

Er wolle nur mit ihm reden, hatte der Angeklagte zu dem 44-Jährigen gesagt. Dann zog er den Mann ganz nah an sich heran, griff zum Messer, das er unter seiner Jacke verborgen gehalten hatte, und stach neunmal wuchtig in den Oberkörper und Hals des Opfers. Er durchlöcherte dabei die Leber des Mannes.

Der angebliche Nebenbuhler konnte den Angeklagten dann noch wegstoßen und fliehen. Der 24-Jährige war ihm gefolgt. Das Opfer schaffte es noch bis zu einer Spielothek. Dort brach es bewusstlos zusammen. Der Oldenburger hatte dann von dem 44-Jährigen abgelassen, weil Zeugen auf die grausamen Geschehnisse aufmerksam geworden waren.

Vor Gericht räumte der 24-Jährige den äußeren Sachverhalt ein, will aber nicht in Tötungsabsicht auf sein Opfer eingestochen haben. Außerdem habe er vor der Tat noch Drogen konsumiert. Das war neu.

Wie die Oldenburger Schwurgerichtskammer unter Vorsitz von Richter Sebastian Bührmann den Fall nun bewertet, bleibt abzuwarten. Der Prozess wird morgen fortgesetzt. 

wz

Rubriklistenbild: © dpa

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