„Nur die Harten kommen in den Garten“

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Zum „Winterfahrer-Nikolaustreffen“ waren 13 Hartgesottene wie Friedhelm Notdurft mit seinem Honda-Gespann (vorne) nach Nuttel gereist. ·

Doetlingen - Von Andreas Henseler - „Nur die Harten kommen in den Garten.“ Dieser Spruch wurde am Wochenende in Nuttel buchstäblich in die Tat umgesetzt: 13 hart gesottene Motorradfahrer trotzten mit ihren motorisierten Zweirädern samt Beiwagen Wind, Regen sowie gefühlten Minustemperaturen.

Sie waren unter anderem aus dem Westerwald, Wolfenbüttel oder aus der Nähe von Hamburg angereist und nahmen am mittlerweile fünften „Winterfahrer-Nikolaustreffen“ auf dem Grundstück der Familie Stefan am Grambergsweg in Nuttel teil. Dort übernachteten sie – ganz wie es sich für Winterfahrer gehört – in ihren mitgebrachten Zelten. „Seit 2007 veranstalten wir dieses Treffen immer am zweiten Adventswochenende“, sagte Gastgeber Uwe Stefan, der die Biker zusammen mit seiner Frau Bettina und den Söhnen Patrick und Daniel umsichtig betreute. Neben einem kräftigen Frühstück am Morgen stand am Samstagabend ein deftiges Grünkohlessen auf dem Programm. „Lecker“, schwärmten die Teilnehmer und erzählten von ihrem Leben als Winterfahrer.

Unter ihnen war Frank Gunzel aus Beckeln mit seiner „Moto Guzzi 850-T3“, Baujahr 1978, die auf den ersten Blick einen etwas lädierten Eindruck vermittelte. „Nicht auf das Äußere, sondern auf die inneren Werte kommt es an“, versicherte Gunzel. Schließlich habe ihn seine Maschine schon überall hingebracht. „In Nuttel beginnt für mich die Wintersaison“, erzählte der Beckelner. Seine nächsten Ziele seien unter anderem Österreich und im Februar die Kristall-Rallye im verschneiten Norwegen.

„Da muss man dabei gewesen sein“, bestätigte Friedhelm Notdurft, der mit seinem Honda „Annyversary Edition“-Gespann aus Celle angereist war. „Im Sommer kann schließlich jeder. Erst der Winter ist für Motorradfahrer eine echte Herausforderung“, sagte der Motorrad-Veteran. Daneben verriet Notdurft, dass im Winter neben Heizgriffen an den Lenkern auch die gute alte, lange „Angora-Unterhose“ nicht fehlen dürfe. Manchmal frage er sich, warum er sich das alles antut. Wenn er aber auf einem der Treffen auf Freunde und Gleichgesinnte trifft, seien die winterlichen Strapazen schnell wieder vergessen: „Der Zusammenhalt und die Freundschaft unter den Winterfahrern sind eine Supersache.“

Auch Martin Lettau aus Bassum wusste sich gegen die nächtliche Kälte zu schützen: Er hatte sich auf dem Gepäckträger seines Motorrades einen Strohballen mitgebracht und sein Zelt damit ausgelegt.

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