Dr. Jochen Vahrenhorst berichtete über aktuelle Tierseuchenlage

Nur noch zwei BSE-Fälle pro Jahr

Dr. Jochen Vahrenhorst

Harpstedt - HARPSTEDT (boh) · Kreisveterinäramtsleiter Dr. Jochen Vahrenhorst beklagte am Donnerstagabend während der Generalversammlung der Viehvermarktung Harpstedt-Heiligenrode im „Marktkieker“ (siehe Bericht oben) eine sinkende Impfmoral mit Blick auf die Blauzungenkrankheit. Die Rinderseuche BSE sei indes 2008 und auch in diesem Jahr deutschlandweit nur noch bei je zwei Tieren nachgewiesen worden.

Sorge bereitet dem Amtsveterinär Tuberkulose in Rinderbeständen. Stiege die Zahl der TBC-belasteten Betriebe (in den vergangenen Jahren gab es jeweils gut 20) weiter an, müsse die Bundesrepublik fürchten, dass der „Seuchenfrei“-Status in Frage gestellt werde. Vahrenhorst berichtete auch über nachgewiesene TBC bei Hirschen in Bayern – und die Gefahr des Überspringens auf Nutztierbestände. Die Wildschweinpest sei in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz festgestellt worden. Für Schweinehalter sei in solchen Gebieten wegen der Vermarktungsprobleme „Holland in Not“. Nach (Köder-)Impfungen in Wildtierbeständen würden aber inzwischen keine „Virusschweine“ mehr gefunden. „Ich war der Zweite im Landkreis Oldenburg, der sich im Gesundheitsamt gegen die Schweinegrippe hat impfen lassen. Ein Feuerwehrmann kam mir zuvor“, leitete Vahrenhorst schmunzelnd zu H1N1 über: Das Virus sei „nicht ungefährlich“, da es sich schnell verändere. Infiziert werden können auch Schweine- und Geflügelbestände. „Wenn Hennen das kriegen, stellen sie das Legen ein“, so der Amtsveterinär. Betroffene Schweine werden nicht gekeult, aber es gilt eine Sperrfrist: Die Tiere müssen nach der Gesundung mindestens sieben Tage im Bestand verbleiben. Die „afrikanische Schweinepest“ habe indes Nordrussland erreicht, erläuterte Vahrenhorst. Sie sei sehr schwer einzugrenzen und übertrage sich unter Wildschweinen durch Zecken. Einen Impfstoff gebe es nicht. Schwappte die Seuche nach Europa über, käme dies aus Vahrenhorsts Sicht einem „Albtraum für Landwirte und Veterinäre“ gleich.

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