Schwierige Situation mit Baugebieten / Bald Einigung mit Landwirt Bruns?

Nur noch vier Grundstücke in Wildeshausen verfügbar

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Die potenziellen Bauflächen am Bargloyer Weg gehören noch nicht der Stadt.

Wildeshausen - Allmählich wird es eng, was Bauplätze in Wildeshausen betrifft. Von den noch vorhandenen sechs Plätzen im Baugebiet „Am grauen Immenthun“ sind zwei schon reserviert und demnächst sollen die Käufe beurkundet werden. Das bedeutet, dass es in Wildeshausen bis zum Ende des Jahres nur noch vier Bauplätze gibt.

Das ist eine schwierige Situation, denn der Druck auf den Immobilienmarkt steigt immer weiter, und so schnell kann die Stadt keine große Entlastung durch neue Flächen bieten.

Die größte Hoffnung ruht nun für die kommenden Monate auf bereits erschlossenen Flächen, die jedoch noch nicht im Besitz der Stadt sind. Es geht um etwa zwölf Grundstücke, die auf dem Areal liegen, das bislang noch Landwirt Bruns gehört. Seit Jahren wurde vor Gericht gestritten, zu welchem Preis die Stadt die Flächen von Bruns erwerben kann. Nun haben sich die Rechtsanwälte beider Seiten so weit geeignet, das nach einem Notartermin gesucht wird. „Wenn wir die Flächen besitzen, dann entspannt sich die Situation ein wenig“, so Hans Ufferfilge, Pressesprecher der Stadt.

Allerdings ist auch noch nicht geklärt, wann die Stadt in den Besitz der Flächen entlang des Bargloyer Weges kommt. Diese gehören einem dort ansässigen Landwirt und werden dringend benötigt, um das neue Baugebiet zu erschließen, in dem dann genügend Platz zur Verfügung stehen wird. So lange der Haushalt 2013 nicht verabschiedet und genehmigt ist, wird es zu keinem Flächenkauf kommen. Der Erwerb des Areals dürfte also frühestens im kommenden Frühjahr möglich sein.

Das der Zeitrahmen sehr eng ist, verdeutlichte CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sasse im Rahmen einer Diskussion über die Schul-entwicklung in Wildeshausen. „Es werden einige Kinder aus anderen Gemeinden zu uns kommen“, erklärte er angesichts der Möglichkeit der freien Schulwahl und der Tatsache, dass es nur noch in Wildeshausen eine Haupt- und eine Realschule gibt. Zudem müsse die Stadt berücksichtigen, dass es in Ahlhorn (Gemeinde Großenkneten) eine intensive Gewerbeansiedlung geben wird. „Man arbeitet dort, aber viele wollen dort nicht wohnen. Sie wollen lieber ins Mittelzentrum Wildeshausen.“ Deshalb müsse die Kreisstadt Wohnraum und Schulplätze anbieten, allerdings in enger Abstimmung mit der Gemeinde Großenkneten. „Wir sind hochattraktiv für viele Menschen“, so Sasse. Wenn allerdings keine Bauplätze angeboten werden könnten, dann würden sich die Interessenten in andere Richtungen orientieren. · dr

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