Harpstedter SPD überdenkt Strategien zur Mitgliedergewinnung / Blick auf Landtagswahl

IGS noch nicht aufgegeben

Harpstedt - Von Anja NosthoffZwei große Themen bestimmten am Mittwochabend die Jahreshauptversammlung der Samtgemeinde-SPD im Harpstedter Hotel „Zur Wasserburg“: Im Rückblick die Kommunalwahl im Jahr 2011 und im Zukunftsausblick der anstehende Landtagswahlkampf für die Wahl im Januar 2013. Der Harpstedter Ortsverein setzt dabei seine Hoffnungen auf den noch amtierenden und wieder kandidierenden Landtagsabgeordneten Axel Brammer aus Kirchhatten, der der Jahresversammlung als Ehrengast beiwohnte. „Mit Axel Brammer und einem Regierungswechsel in Hannover bekommen wir in Harpstedt doch noch eine IGS“, sprach der Vorsitzende Klaus Budzin seinen Harpstedter Parteikollegen aus den Herzen.

Denn die Integrierte Gesamtschule für die Samtgemeinde haben die Sozialdemokraten trotz abgewiesener Petition im Landtag und der darauf folgenden und ebenfalls abgewiesenen Klage dagegen immer noch nicht aufgegeben. Brammer versprach seinen Parteikollegen noch einmal seine Unterstützung in dieser Sache. „Verordnungen durch den Landtag können nach einem Regierungswechsel auch zurückgenommen werden“, sprach der stellvertretende Vorsitzende Heinz-Jürgen Greszik ganz deutlich seine Hoffnung aus. „Das hat ja die noch amtierende und hoffentlich bald abgelöste schwarz-gelbe Landesregierung zur Genüge bewiesen.“

In seinem Tätigkeitsbericht ging Klaus Budzin dann im Allgemeinen auf die verschiedenen Aktivitäten der Harpstedter SPD im Jahr 2011 und im Besonderen auf das große Event des Jahres, die Kommunalwahl, ein. Bei seiner Wahlanalyse musste Budzin zugeben, dass die SPD in Harpstedt deutlich an Stimmen verloren hat. „Ein Grund dafür war die Neugründung der Grünen. Das sehe ich aber positiv, was auch die bisherige Zusammenarbeit widerspiegelt. Die Kompromissfindung war vielleicht manchmal durchaus schwierig, aber auch sehr erfrischend.“

Sorge macht Budzin aber vor allem der stagnierende Mitgliederzuwachs und das relativ hohe Durchschnittsalter bei der SPD. „Wir brauchen dringend neue Strategien, um die Bürger zu erreichen, und sie mitzunehmen“. Budzin beherzigte dabei einen Rat von Hermann Bokelmann.

„Dadurch, dass viele aus beruflichen Gründen den Alltag außerhalb von Harpstedt verbringen, kommt das Schnacken mit den Nachbarn einfach zu kurz. Wir müssen aber wieder auf diese persönliche Ebene zurückkommen. Zumindest anrufen, aber am besten persönliches Erscheinen ist gefragt. Eine E-Mail ist da kein Ersatz.“ Budzin hob besonders die Gemeinde Kirchseelte als „Rote Burg“ in der Samtgemeinde hervor, in der genau diese Strategie bei der Kommunalwahl zu so großem Erfolg geführt habe.

Die Kommunalwahl blieb auch Thema während des Berichts von Kassierer Klaus Stark. „Vom System her hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert – vom Inhalt her schon“, kündigte Stark an und spielte damit auf das Minus von 6387,55 Euro an, für das die Ausgaben für den Wahlkampf verantwortlich sind.

„Die Summe deckt sich ungefähr mit den Beträgen, mit denen wir in vergangenen Kommunalwahljahren ins Minus gegangen sind“, konnte Stark jedoch beruhigen. „Die Erfahrung zeigt, dass wir die Summe in zwei Jahren wieder einfahren können.“ Die Haupteinnahmequelle des Ortsvereins seien nach wie vor die Mandatsträgerbeiträge.

Auch Wahlen standen bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung an. Dabei gab es keine Überraschungen. Der Vorsitzende Klaus Budzin wurde wieder gewählt, ebenso wie seine Stellvertreter Heinz-Jürgen Greszik und Walter Raem sowie die Schriftführerin Claudia Bliefernich und der Kassierer Klaus Stark. · an

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