Jörg Arendt-Uhde nun „Regionalgeschäftsführer“ der Diakonie Himmelsthür / 14 Jubilare zum Sommerfest-Auftakt geehrt

Neuer „Chef“ schon bestens bewährt

Seit 25 Jahren zählen diese Menschen (hier teils mit ihren Angehörigen) zur Himmelsthür. Vorn rechts: Direktor Ulrich Stoebe.

Wildeshausen - (ck) Hundertfacher Applaus erfüllte gestern Vormittag das Festzelt auf dem Wildeshauser Gelände der Diakonie Himmelsthür – und die Adressaten strahlten: 14 Männer und Frauen, die hier seit 25 Jahren leben und sich in der Gemeinschaft einbringen, bekamen von Ulrich Stoebe als Direktor der Diakonischen Werke Himmelsthür aus Hildesheim ihre Urkunden überreicht. Ein Fünftel der nun 125-jährigen Geschichte von „Himmelsthür“ haben sie mit erlebt – eine stolze Bilanz. Als weiteres sichtbares Zeichen steckte Jörg Arendt-Uhde den Silberjubilaren Buttons an. Händeschütteln und herzliche Umarmungen folgten, ehe Arendt-Uhde mit Pastor Stoebe neben dem Altar stand. Der Seelsorger führte ihn als Regionalgeschäftsführer in sein Amt ein.

Ein – nun auch offiziell – neuer „Chef“ für die Region „Niedersachsen-Nord“, so viele langjährige Mitglieder der betreuten Gruppen für Menschen mit Beeinträchtigungen und ein runder Geburtstag der großen „Himmelsthür-Familie“ – das allein wären schon Gründe genug zum Feiern gewesen. Aber als Pastorin Elisabeth Saathoff bereits zu Beginn des Gottesdienstes Appetit aufs Sommerfest machte, brandete schon der erste Jubel auf.

„So viele Feste kann man auf einmal gar nicht feiern“, meinte die Theologin. Doch da irrte sie gewaltig: Mit musikalischer Begleitung des „Bläsertreffens“ aus dem Kirchenkreis Oldenburg-Land, einem von Bewohnern auf die Bühne gebrachten Gleichnis-Rollenspiel über Schutzengel und vielen Glückwünschen der Ehrengäste gelang der Gottesdienst ebenso wie der nach dem Mittagessen eröffnete sommerliche Markttrubel mit 43 Ständen.

„Ich freue mich schon aufs Reiten“, verriet Thomas Gebhard vom Heimbeirat. Seine Mitbewohner favorisierten eher Dosenwerfen oder das Beobachten des Fanfarenzugs, und einer gab zu: „Ich freue mich am meisten auf die Pommes!“

Eine Vorliebe teilten aber alle – das ahnte Landrat Frank Eger als Vorsitzender des „Freundeskreises“ schon vorher: „Wenn Sie glauben, fünf Minuten nach Eröffnung der Tombola noch ein Los kaufen zu können, haben Sie sich gründlich geirrt“, warnte er die Gäste.

Eger gratulierte Arendt-Uhde als neuem Regionalgeschäftsführer „Niedersachsen-Nord“, geizte aber auch nicht mit süffisanter Kritik zu dieser Wortschöpfung: „Der Begriff ist viel zu lang. ,Regionalgeschäftsführer Wildeshausen‘ wäre mir lieber.“

Angesichts der Investitions- und Organisationspläne der „Himmelsthür“ versprach er seitens des Landkreises schon jetzt eine gute Kooperation: „Ihre Offenheit soll keine Einbahnstraße sein. Nur gemeinsam sind wir stark.“

Das sah Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi genauso. Er lobte, wie die heutigen Verantwortlichen das Credo Friedrich von Bodelschwinghs lebten – in der Fürsorge um kranke und behinderte Menschen. „Vielen Bürgern aus nah und fern haben Sie beim Bewältigen Ihres Alltags geholfen und dabei Großes geleistet.“

Auch Wiltrud Stanszus von der evangelischen Kirchengemeinde gratulierte. Zudem dankte sie für die Kooperation zwischen Diakonie und Alexanderkirche, die „wunderbar läuft“. Das Zusammenleben bereichere den Alltag am Ort. „Und das so sehr, dass ich mich schon manches Mal gefragt habe: Wer ist behindert?“

Dieser „Eckpfeiler des Sozialstaats“, wie Shahidi die Diakonie allgemein lobte, soll für Wildeshausen nicht nur bleiben, sondern sich auch noch festigen. Arendt-Uhde, bereits als Einrichtungsleiter und Regionalkoordinator bestens bekannt, unterstrich in seiner Antrittsrede: „Sie können sicher sein, dass ich mein ganzes Engagement und mein inneres Feuer in diese Aufgabe lege. Aber für unsere Pläne werden wir starke Partner brauchen“, verriet er mit Blick zu Bürgermeister und Landrat.

Direktor Stoebe zeigte sich jedoch davon überzeugt, in Jörg Arendt-Ude den richtigen Mann als Chef einer von fünf Regionen gefunden zu haben: „Er hat sich in den vergangenen Jahren bewährt, bringt sehr viel Erfahrung mit und stellt sicher, dass bei all den kommenden Veränderungen die Kontinuität gewahrt bleibt.“ Denn „nur wer sich ändert, bleibt sich und seinem Auftrag treu.“

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