„Wir haben total mitgefiebert“

Nervenkrieg vor der Siegerehrung

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Als Disco-Queens und -Boys fuhren die „Wildcats“ den Wettbewerbern in ihrer Kür davon – und holten sich Titel und Goldmedaille.

Harpstedt / Brixen - Von der Einrad-WM in Brixen berichtet Martin Siemer · Der Jubel in der Sportarena von Brixen kannte am Montagabend keine Grenzen. Sportlerinnen, Trainer, Betreuer und mitgereiste Eltern des erfolgreichen Einradteams aus Harpstedt lagen sich nach dem Erringen des Weltmeistertitels durch die „Wildcats“ in den Armen.

Freudentränen flossen in Strömen. „Als klar war, dass wir gewonnen hatten, fiel die ganze Anspannung von uns ab“, sagte Lynn Bode (13), eine der 16 erfolgreichen Fahrerinnen. „Im ersten Moment konnten wir das gar nicht glauben“, ergänzte Nele Winkler (14).

Als Disco-Queens und -Boys fuhren die „Wildcats“ den Wettbewerbern in ihrer Kür davon – und holten sich Titel und Goldmedaille.

Minuten zuvor hatten sich die Mädchen noch angespannt die Augen zugehalten; so groß war die Nervosität. Auch die über 50 mitgereisten Eltern, die einen ganzen Tribünenblock belegten, konnten die knisternde Spannung vor Aufregung kaum aushalten. Nach der Siegerehrung ließen dann alle Beteiligten ihren Glücksgefühlen freien Lauf.

„Wir haben total mitgefiebert“, sagte Conny Wolter. „Aber mehr als ein solches Event im Jahr ist nervlich nicht zu ertragen“, fand Meike Bode. Die Eltern werden sich aber auf weitere Hochspannungswettbewerbe einstellen müssen. Etwa auf die EM 2013 in der Schweiz. „Und auf die nächste Weltmeisterschaft in zwei Jahren in Montre-al“, gab Lynn Bode die Zielrichtung vor.

Nach der Rückkehr in die WM-Unterkunft wurde ausgiebig gefeiert. „Wir haben in der Kellerbar Kindersekt getrunken“ verriet Kimberly Kastens (14). Im Namen des gesamten Teams bedankte sich Sina Kischkat (13) bei Trainern, Betreuern, Eltern und Sponsoren, die den Erfolg erst möglich gemacht hatten. Der Gewinn des Weltmeistertitels ist der bislang größte Erfolg des noch jungen Teams, das sich in Südtirol als eingeschworene – geschlossene – Mannschaft präsentierte. Dazu zählten auch Mareile Schopp (15), und Nathalie Purnhagen (15). Beide durften aufgrund ihres Alters bei den „Wildcats“ nicht mehr mitfahren, halfen aber beim Schminken und den Vorbereitungen.

Und für Ersatzfahrerin Elena Budzin gab es eine ganz besondere Ehrung: Nach der erfolgreich gefahrenen Disco-Kür ließ die Mannschaft sie im wahrsten Sinne des Wortes hochleben. „Elena war bei jedem Training mit dabei und ist immer eingesprungen, wenn jemand von uns krank war“, so Lynn Bode.

Mit einem Koffer voller toller Eindrücke trat das Team gestern die Heimreise an. Erst in tiefer Nacht wurde es zurück in Harpstedt erwartet. Für Trainer Heiko Allmandinger ist die Weltmeisterschaft indes nicht vorbei. Er muss sich nämlich nach seinem Urlaub die Haare in den Teamfarben Grün und Lila färben lassen. Das hatte er vor der WM angekündigt – für den Fall, dass die Mädchen Erster oder Zweiter werden.

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