Neptuns Reich als Blickfang

Ein Wegweiser sorgt für Orientierung – von „Neptuns Reich“ bis hin zur „Waldpforte“.
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Ein Wegweiser sorgt für Orientierung – von „Neptuns Reich“ bis hin zur „Waldpforte“.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. „Naherholungsgebiet“ steht auf dem Schild, das an der Steinmauer des 24 Meter langen Teiches lehnt. Oben am Stall mit Hühnergehege findet sich die Spatzenheimat, und ein Wegweiser führt auf den Pfad durch das kleine Wäldchen.

Auf 1,5 Hektar haben sich die Aschenstedter Nicole und Markus Kulbach ihren Gartentraum verwirklicht. Als neue Mitglieder der Dötlinger Gartenkultour lassen sie am 1. Mai erstmals Interessierte an ihrem persönlichen Paradies teilhaben und öffnen von 11 bis 18 Uhr die Pforten.

„Insgesamt sind in der kommenden Woche acht Privatgärten mit dabei, und ich freue mich, dass wir den Besuchern zwei neue präsentieren können“, sagte Olaf Schachtschneider vom Verein „Dötlinger Gartenkultour“ gestern. Neben Kulbachs beteiligt sich auch Pastorin Susanne Schymanitz zum ersten Mal an den Aktionstagen. Seit sie vor zweieinhalb Jahren in das Pfarrhaus direkt bei der Dötlinger Kirche zog, hat sich in dem Pastorengarten viel getan. „Ich habe alle Beete neu gestaltet“, berichtete sie. „Der Garten wächst nach und nach und ist noch lange nicht fertig.“ Zuletzt hat Schymanitz rund 500 Blumenzwiebeln eingesetzt. Das Highlight sind aber die verschiedenen Ausblicke, die die Besucher während des Spaziergangs über das knapp 3 000 Quadratmeter große Anwesen entdecken können – auf die Kirche, den Pastorenteich oder auch den Tabkenhof.

Kulbachs sind mit der Gestaltung ihrer grünen Oase ebenfalls noch nicht am Ende. Nicht ohne Grund haben sie den Namen „Garten im Wandel“ für ihr Refugium ausgewählt. Vor rund drei Jahren zogen sie aus der Siedlung an die Aschenstedter Straße 5 und begannen, „im Garten zu wühlen“, bringt es Nicole Kulbach auf den Punkt. Gemeinsam legten sie Beete an, dann einen Teich und einen Pfad durch den Wald. Manche Elemente wie der Steinwall, der das Grundstück umgibt, und die alten Bäume sind geblieben und wurden durch neue Ideen bereichern.

Das Herzstück ist der große Teich, an dem Kulbachs nicht nur auf der Sonnenliege relaxen. In einem Teil von „Neptuns Reich“ kann auch geschwommen werden. Das kommt natürlich bei den beiden Kindern gut an – ebenso wie das Spielgerüst, unter dem noch ein paar Wachteln leben. Überall auf dem Areal gibt es ausgewählte Deko-Elemente und Schwertlilien. „Für die habe ich eine Vorliebe“, gesteht Markus Kulbach. Und so wachsen in dem Garten bereits 30 verschiedene Sorten. Auch für das diesjährige Gartenkultour-Motto „Ton in Ton“ haben sich die Aschenstedter etwas einfallen lassen und kurzerhand ein Holzxylophon im Wäldchen gebaut.

„Das Besondere in diesem Garten sind die Vielfalt und die Kreativität“, meinte Schachtschneider gestern, der gemeinsam mit den anderen beteiligten Privatgärtnern Kulbachs Refugium besichtigte. „Alle Teilnehmer haben gemeinsam, dass sie ihre Gärten mit viel Liebe zum Detail selbst kreiert haben. Einen Profi beauftragen könnte ja auch jeder“, lobte Schachtschneider.

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