VfL-Vorsitzender Wolfgang Sasse empfängt CDU-Politiker im Krandel-Stadion / „Optische“ Zwischenbilanz der Arbeit

Nebenplätze noch ohne Sanitäranlagen

Im Krandel-Stadion gab Wolfgang Sasse (Zweiter von rechts) eine Zwischenbilanz ab.Fotos: Dejo

Wildeshausen - Er ist in der Stadt bestens unter dem Spitznamen „Bomber“ bekannt – Wolfgang Sasse, seit einem Jahr Vorsitzender des VfL Wittekind Wildeshausen. Und wie eine „Bombe“ schlug dann auch die „optische Zwischenbilanz“ ein, die Sasse Vertretern des Wildeshauser CDU-Stadtverbands und der Ratsfraktion im Krandel-Stadion präsentierte.

Schnell zeigten sich die Politiker am Dienstagabend positiv überrascht, welche Entwicklung sich im Stadion allein in puncto optischer Eindruck vollzogen hatte. „Wir haben einen neuen Platzwart, dessen Frau für die Bewirtschaftung zuständig ist. Ferner haben wir eine 400-Euro-Kraft ausschließlich zum Rasenmähen eingestellt und einen Mitarbeiter, der hier sein freiwilliges soziales Jahr ableistet“, betont Sasse. Aber Weiterentwicklung koste auch Geld.

„Versprechen werden wir heute nicht abgeben. Aber wir sind froh, dass uns der Vorsitzende des VfL seine Ideen zur Weiterentwicklung der Krandel-Anlage präsentiert“, sagt Stadtverbandsvorsitzender Michael Steinhoff. „Eigentlich möchten wir auch gar nichts haben, wir sind gut aufgestellt“, antwortet Sasse. Wer ihn jedoch kennt, der weiß, dass einem „Eigentlich“ schon bald ein lautes „Aber“ folgt.

So war es dann auch auf den Nebenplätzen im hinteren Bereich des Stadions: „Hier ist bekanntlich unser Geräteschuppen vor einiger Zeit abgebrannt. Für einen Neubau aber fehlt Geld“, erklärt Sasse. Obwohl dem Verein eine Spende in Höhe von 5 000 Euro vorliege, bestehe eine Differenz von etwa 8 000 Euro: „Von der Versicherung kommt kein Cent. Von der Verwaltung habe ich gehört, dass der Schuppen nicht ausreichend abgesichert gewesen sei.“

Die Idee des Vereins sei es, zwei Carports aufzubauen und in der Mitte davon ein Lager für Bälle, Netze und andere Dinge einzurichten: „Aber hier fehlt es eben auch an Toiletten und einem Allwetterplatz besonders für die Jugend, da die Plätze bei schlechtem Wetter schnell gesperrt werden müssen.“ Keiner der Plätze entspreche in puncto Untergrund der Norm. Alles in allem würde das Kosten in Höhe von 350 000 Euro verursachen. Im Moment könne der Verein nur noch flicken, müsse aber diese Dinge unbedingt im Auge behalten.

„In die Planungen müssen unbedingt Sanitäranlagen einbezogen werden. Immerhin ist es möglich, hier mit einer eigenen Kleinkläranlage oder einem Dreikammersystem zu arbeiten“, waren sich Steinhoff und Alt-Bürgermeister Manfred Rollié einig. Auch vor dem Hintergrund, dass zurzeit die Kassen leer seien.

„Das hier ist der Hauptzugang zu diesem Bolzplatz“, zeigte Sasse auf eine kleine Öffnung im hinteren Bereich der Skateranlage am Rande des Krandels. Ein kleiner Übungsplatz des VfL würde immer wieder als Bolzplatz genutzt: „Wir haben auch nichts dagegen, möchten dies auch offiziell ausweisen.“ Dafür aber müsse der Zaun verlegt und der Platz öffentlich zugänglich gemacht, quasi der Skateranlage zugeschlagen werden. „Von der Verwaltung habe ich gehört, dass dies ohne weiteres möglich sei, da es sich nicht um eine Baumaßnahme handele.“

Ebenfalls in diese Anlage integrieren möchte Sasse den Basketballplatz, der zurzeit nach einem Ratsbeschluss noch auf dem Krandel-Parkplatz angedacht ist: „Dort hat er nichts zu suchen. Spielen ist kaum möglich, da immer wieder auch Busse geparkt werden, die Schüler zum Sport ins Stadion bringen.“ Zudem bestehe die Gefahr, dass die parkenden Autos beschädigt würden.

Ein großes Lob sprach er der Skater-Jugend aus: „Diese Anlage sieht wirklich immer tiptop aus, dafür sorgen die Jugendlichen selbst.“ Für den Basketballplatz würde eine Aufschotterung mit einer dünnen Verschleißschicht völlig ausreichen: „Auf diese Weise hätten wir in diesem Bereich eine Freizeitanlage für jedermann. Allerdings würden wir die Pflege des Bolzplatzes auch weiterhin übernehmen.“

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