Fünf „Scheunenmaler“ präsentieren bis zum 2. April ihre Werke im Theater „Neerstedter Bühne“

Vom Natürlichen bis zum Neosujetismus

Stellen bis zum 2. April im Theater „Neerstedter Bühne“ aus: Mareile Diekmann, Annegrete Braun und Renate Kraft (vorne, v.l.) sowie Ute Brescht und Sabina Swillims (hinten, v.l.).

Neerstedt - (ts) · Romantische Motive aus der Region in kräftigen Farben hängen neben Blumen in zarten Tönen und Werken des Neosujetismus. So unterschiedlich die Motive, so verschieden sind auch die Materialien, mit denen die fünf „Scheunenmaler“ arbeiten. Diese Vielfalt können derzeit die Besucher im Theater „Neerstedter Bühne“ erleben. Hier stellen bis zum 2. April Annegrete Braun, Ute Brescht, Mareile Diekmann, Renate Kraft und Sabina Swillims aus.

Die Neerstedterin Swillims ist das neueste Mitglied der „Scheunenmaler“, die sich 2001 gegründet haben und einmal die Woche im Atelier von Julia Kloess in Brettorf zusammen arbeiten. Im Theater präsentiert sie zwei großformatige Bilder – ein Blumenmotiv und eine Tänzerin in Mischtechnik. Malte Swillims früher fast fotografisch, geht es ihr heute darum, Träume darzustellen. Vor allem Menschen in Bewegung haben es ihr angetan. Angeschlossen hat sie sich dem Kreis der Neosujetisten, der momentan aus ihr und der Begründerin dieser neuen Kunstform, der Hockensbergerin Ute Bescht, besteht.

„Den Neosujetismus habe ich mir als Marke eintragen lassen“, berichtet Bescht, die sich künstlerisch nicht in eine Ecke drängen lassen möchte. Ihre Kunstform verbinde unter anderem die Stile des Surrealismus, Realismus, Spontan-Realismus und auch Comic-Art sowie explizit ausgewählte Bereiche des Abstrakten und erlaube die realistische Abbildung genauso wie die flächige, formklare Darstellung des „Sujets“. „Mein Stil ist klar erkennbar an meinen persönlichen Meister Dali orientiert, aus dem ich dann die grundsätzlich neue Form, den Neosujetismus begründet habe“, beschreibt Bescht.

Dagegen wirken die Werke von Diekmann, Braun und Kraft natürlich. Alle drei haben Kleinformate mit nach Neerstedt gebracht. Beliebte Motive von Mareile Diekmann sind die Blumen in ihrem eigenen Garten in Klosterseelte, aber auch Stillleben und Tiere bringt sie auf die Leinwand. Im Theater zeigt sie sieben Werke in Aquarell, Acryl, Kreide und Mischtechnik. Wie auch Braun und Kraft ist die in der Nähe von Worpswede aufgewachsene Künstlerin seit der Gründung der „Scheunenmaler“ vor zehn Jahren bei der Gruppe dabei.

Die Wildeshauserin Annegrete Braun präsentiert in Neerstedt fünf Arbeiten, hauptsächlich in Acryl. Die Motive dürften dem einen oder anderen bekannt vorkommen, sind es doch Ansichten aus der Region, zum Beispiel von der Hunte. Landschaften, Blumen und auch Hahn und Henne hat Renate Kraft in Acryl verewigt. Für die Ausstellung hat sie sich auf ihre natürlichen Motive beschränkt, in ihrer Bildersammlung finden sich aber auch Abstraktes und Fantasiebilder.

Die Arbeiten der „Scheunenmaler“ können während der Öffnungszeiten des Theaters besichtigt werden. „Insgesamt ist es die sechste Ausstellung, die wir hier zeigen“, freut sich Erhard Hofemann, Vorsitzender des Vereins „Neerstedter Bühne“ darüber, dass die weißen Wände im Foyer zumindest erstmal für gut einen Monat verschwunden sind.

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