Hähnchenmaststall in Groß Ippener ausgebrannt / Hoher Sachschaden

Nach Atemschutzübung Großfeuer gelöscht

Völlig ausgebrannt ist dieser Hähnchenmaststall in Groß Ippener.

Harpstedt - GROSS IPPENER (boh/hh) · Wie schmal der Grat zwischen „simuliertem“ und bitterem Ernst bisweilen ist, bekamen Brandschützer aller sieben Ortsfeuerwehren aus der Samtgemeinde Harpstedt am Dienstag zu spüren: Nach einer Gemeindeatemschutzübung auf dem „Albertushof“ wieder „eingerückt“, mussten sie sich am späten Abend erneut auf den Weg in Richtung Groß Ippener machen. Diesmal wartete dort ein „echtes“ Feuer auf sie.

Auf einem Hof in der Nähe des ehemaligen Bahnhofes brannte der westliche von zwei großen Hähnchenmastställen in voller Ausdehnung. Tiere kamen nicht zu Schaden. Nur einen Tag später wären aber vermutlich Küken in großer Zahl verendet: Heute hätte die Neueinstallung erfolgen sollen. Dafür war der Stall mit Gasheizgeräten aufgeheizt worden. Ob dies möglicherweise im Zusammenhang mit der Brandursache steht, ist bislang nicht geklärt. Die Polizei nahm noch in der Nacht erste Ermittlungen auf.

Da Einsturzgefahr bestand, beschränkten sich die Einsatzkräfte darauf, das Feuer von außen unter Atemschutz zu bekämpfen.

Der Großstall brannte völlig aus. Den Sachschaden schätzte die Polizei gestern auf rund 200 000 Euro. Ein Übergreifen auf andere Gebäude durch Funkenflug konnten die Einsatzkräfte erfolgreich verhindern. Um 22.26 Uhr hatte die Leitstelle Alarm über Sirene und Funkmeldeempfänger in Groß Ippener, Kirchseelte und Harpstedt ausgelöst. Wenige Minuten später erfolgte die Nachalarmierung der übrigen Wehren aus der Samtgemeinde. Löschwasser entnahmen die Einsatzkräfte dem Dünsener Bach und einer Zisterne des ehemaligen Bahnhofes. Etwa ein Kilometer Schlauchleitung habe verlegt werden müssen, berichtete Harpstedts Ortsbrandmeister Eric Hormann.

Flutlichtscheinwerfer leuchteten die Brandstelle aus. Wegen der Einsturzgefahr der Holzdachkonstruktion beschränkten sich die Löschtrupps darauf, die Flammen von außen unter Atemschutz zu bekämpfen. Dichte Rauchschwaden schlugen ihnen entgegen. Nachdem das Feuer weitgehend erloschen war und lediglich Nachlöscharbeiten auf die Feuerwehren warteten, rückten die ersten Einsatzkräfte ab.

Kreisbrandmeister Andreas Tangemann sowie seine Stellvertreter Gerd Wiechmann und Klaus Stolle informierten sich ebenso vor Ort über den Verlauf der Löscharbeiten wie Gemeindebrandmeister Günter Wachendorf. Da die gebrauchten Atemluftflaschen gegen volle ausgetauscht werden mussten, kam auch der Gerätewagen „Atemschutz“ der Kreisfeuerwehr zum Einsatz.

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