Ehrenamtliche präsentieren alte Computer und Telespiele / Ursprünglich als zweimonatige Sonderausstellung geplant

Museum zeigt junge „Antiquitäten“

Unter den Mottos „Daddeln im Speckmantel“ und „Programmierbar“ hat das OCM zweimal pro Woche geöffnet.

Oldenburg - OLDENBURG (eb/cs) · Ursprünglich war das Oldenburger Computer-Museum (OCM) nur als zweimonatige Sonderausstellung zu Heimcomputern und Telespielen geplant. Im vergangenen November konnte es dann sein einjähriges Bestehen und eine Vereinsgründung feiern – und jetzt den Fortbestand auch in 2010.

Dieses Museum ist anders als manche Artgenossen: Die ausgestellten Exponate sind zwar noch nicht alt, gemessen an heutigen Verhältnissen aber schon echte Antiquitäten. Besonders ist auch, dass 20 funktionstüchtige Computer „benutzt, erforscht und erlebt werden sollen“, wie Pressesprecherin Claudia Ellebrecht betont. An der Neuen Straße 2 in Oldenburg können die Besucher dienstags unter dem Namen „Daddeln im Speckmantel“ und donnerstags unter dem Motto „Programmierbar“ jeweils von 17 bis 21 Uhr genau das tun.

Die Ausstellungsstücke stammen aus der Sammlung von Thiemo Eddiks. Der Grafiker sammelt seit etwa zehn Jahren in seiner Freizeit Heimcomputer und Spielekonsolen der 1970-er und 80-er Jahre. 700 Geräte sind mittlerweile zusammen gekommen. Für die Ausstellung, die im November 2008 eröffnet wurde, wählte Eddiks unter anderem 50 Ikonen aus den Jahren 1977 bis 1987 aus – darunter Commodore, Apple ][, Sinclair ZX81, Atari 800 XL und Amiga 500. Auch wichtige Spielekonsolen, Computerexoten und Fachliteratur können die Besucher in der chronologisch aufgebauten Ausstellung entdecken.

„Hier kann man die Geschichte der Heimcomputer erleben“, verspricht Ellebrecht. Denn wer sich vielleicht gerade vom heimischen Schreibtisch erhoben hat, dem wird beim Bedienen eines 20 Jahre alten PC‘s deutlich, wie schnell sich Grafik, Ton, Geschwindigkeit oder Massenspeicher entwickelt haben.

Das OCM lebt vom Engagement computerbegeisterter Menschen: Vier Frauen und sieben Männer betreiben das Museum ehrenamtlich und konnten seit der Eröffnung laut Ellebrecht mehr als 1 000 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßen. Aus der Arbeit der elf Ehrenamtlichen sind mittlerweile auch Kooperationen, beispielsweise mit der Universität Oldenburg, entstanden.

Der am 10. November vergangenen Jahres gegründete und als gemeinnützig anerkannte Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Ausstellung historischer Computer dauerhaft zu erhalten und weiter auszubauen. So soll aus der ursprünglich geplanten zweimonatigen Ausstellung ein fester Bestandteil in Oldenburgs Kulturlandschaft werden.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.computermuseum-oldenburg.de.

Das könnte Sie auch interessieren

4000 Bewohner verlassen Londoner Wohntürme wegen Feuergefahr

4000 Bewohner verlassen Londoner Wohntürme wegen Feuergefahr

Für das Hurricane-Festival feiern und zelten die Fans im Matsch

Für das Hurricane-Festival feiern und zelten die Fans im Matsch

Clueso und Imagine Dragons auf dem Hurricane Festival

Clueso und Imagine Dragons auf dem Hurricane Festival

Hurricane Festival: Walking Acts heizen ein

Hurricane Festival: Walking Acts heizen ein

Meistgelesene Artikel

Junger Radfahrer stirbt nach Kollision mit Auto

Junger Radfahrer stirbt nach Kollision mit Auto

Kapitäninnen verlassen das St.-Peter-Schulschiff

Kapitäninnen verlassen das St.-Peter-Schulschiff

Trickdiebe kommen mit Blumenstrauß

Trickdiebe kommen mit Blumenstrauß

Polizei warnt vor Betrügern am Telefon

Polizei warnt vor Betrügern am Telefon

Kommentare