Nur noch zwei Bauabschnitte / Kosten sind gestiegen

Mühle soll bis Ende 2010 saniert sein

Die Sanierung der Windmühle wird voraussichtlich schneller als erwartet abgeschlossen, aber die Kosten sind gestiegen.

Harpstedt - Von Jürgen BohlkenAuf Empfehlung der Baufachleute lässt der Flecken Harpstedt die Windmühle nicht mehr in drei, sondern nur noch in zwei Abschnitten sanieren. Die Arbeiten an dem „Galerie-Holländer“ sollen nun bereits bis Ende 2010 zum Abschluss gebracht werden. Die Gesamtkosten steigen indes um gut 48 000 auf 715 000 Euro an. Hauptgrund dafür ist ein „vergessener“ Ausgabe-posten in der Kalkulation, der die Mühlenkappe betrifft.

Der Fleckenrat hat am Donnerstagabend im Hotel „Zur Wasserburg“ einstimmig bei drei Einhaltungen die Bereitstellung überplanmäßiger Haushaltsmittel beschlossen. Zugleich sind nach dem Willen der Kommunalpolitiker alle Fördermöglichkeiten auszuschöpfen.

Den ersten Bauabschnitt mit einem Kostenvolumen von 376  000 Euro hatte der Landkreis mit 25 000 Euro bezuschusst. 125 000 Euro flossen seitens der Europäischen Union aus dem „Leader“-Topf. Für die verbleibenden Arbeiten mit einem Kostenaufwand von nunmehr 339 000 Euro hatte der Flecken zunächst 50 000 Euro aus dem Programm „ZILE“ (das Kürzel steht für „Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung“) beantragt. Gemeindedirektor Uwe Cordes konnte jetzt eine Aufstockung dieses Posten auf 135  000 Euro erwirken. Offen ist noch, ob ein bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (Bonn) beantragter Zuschuss in Höhe von 25 000 Euro fließen wird. Förderanträge an Banken/Bankenstiftungen seien nicht von Erfolg gekrönt gewesen, bedauerte Uwe Cordes im Rat. Ratsherr Horst Hackfeld (HBL) erläuterte, dass Gewinnspar-Zweckerträge zwar an Vereine, aber nicht an Kommunen ausgeschüttet werden dürften. „Und wenn es einen Mühlenförderverein gäbe?“, hinterfragte Bürgermeister Werner Richter. Dann wären Zuwendungen aus Zweckerträgen möglich, machte Hackfeld deutlich: „Dann wäre das kein Thema.“

Thema im Rat war indes auch der Wanderweg, der vom Parkplatz des Hotels „Zur Wasserburg“ zur „Wasserburgbrücke“ führt, die in diesen Tagen erneuert wird (das alte Bauwerk ist bereits abgerissen). Der Pfad gehört den Gastronomen Karl-Heinz und Michael Grohe. Die Eigentümer haben die öffentliche Nutzung des Weges bislang geduldet. Das soll gemäß einer jetzt vom Flecken mit ihnen geschlossenen Vereinbarung auch so bleiben. Allerdings muss die Gemeinde für die laufende Unterhaltung aufkommen und für die Sicherheit des Weges haften.

Während eines Pressegespräches gab Gemeindedirektor Uwe Cordes gestern Beschlüsse des Verwaltungsausschusses (VA) bekannt: So habe die Firma Koldewei aus Schwaförden den Auftrag für den Straßenendausbau im Bereich „Steinbeeke“/„Altes Heidland“ erhalten. Die Kosten betrügen gut 224 000 Euro. Das gleiche Unternehmen werde im Übrigen auch die Bushaltestelle am Koems modernisieren und mit einem neuen Wartehäuschen versehen.

Ob die vom Flecken gewünschte Vollampel im Zuge des Ausbaus der Harpstedter Ortsdurchfahrt (L 338) in Höhe Mull-/Lange Straße kommen wird, ist weiter offen. Die Fraktionen werden das Thema noch einmal intern beraten.

Vertreter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sowie der Unteren Verkehrsbehörde hatten Bedenken gegen die Lichtzeichenanlage vorgetragen. Sie sehen zwar einen Nutzen für Verkehrsteilnehmer, die aus den Richtungen Mull- und Lange Straße kommen, aber auch die Gefahr der Staubildung auf der Burgstraße bei Rotphasen für Fahrzeuge, die auf der Ortsdurchfahrt unterwegs sind. Die Nachteile einer Vollampel überwiegen nach Einschätzung der Fachleute, zumal die Lange und die Mullstraße wesentlich weniger stark frequentiert sind; eine nennenswerte Entlastung brächte die Anlage für Fahrzeuge, welche die Ortsdurchfahrt queren, angeblich nur abends in der Zeit zwischen 17 und 18 Uhr. Die Fachleute schlagen vor, zunächst die ersten Erfahrungswerte nach dem Ausbau der Burgstraße abzuwarten, der bekanntlich auch Linksabbiegespuren beinhaltet.

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