Was stört, ist momentan der Schnee auf der Bürger-Photovoltaikanlage / Erweiterung aktuell nicht mehr vorgesehen

Module arbeiten völlig störungsfrei

Ende Juni, als dieses Bild entstand, hat die Photovoltaikanlage reichlich Kilowattstunden produziert. Im Dezember fällt der Blick auf den Zähler indes ernüchternd aus: Da Schnee auf den Modulen liegt und das Sonnenlicht nicht durchkommt, ist die Stromproduktion fast zum Erliegen gekommen.Archivfoto: boh

Kirchseelte - Von Jürgen Bohlken· Schon etwa 12 000 Kilowattstunden hat die erste Bürger-Photovoltaik-anlage in der Samtgemeinde Harpstedt auf dem Kirchseelter Feuerwehrhaus binnen eines halben Jahres produziert. „Das deckt in etwa den Jahresstrombedarf dreier Familien“, weiß Ideengeber und Initiator Reinhard Wixforth.

Mit dem ersten Schnee im November kam allerdings der Einbruch. Die „weiße Pracht“ ärgert nicht nur viele Verkehrsteilnehmer, sondern auch Sonnenenergieproduzenten. Fällt kein Licht auf die Module, können die keinen Strom erzeugen. In Kirchseelte hält sich der Schnee hartnäckig auf den Photovoltaikzellen. „Er ist wegen der geringen Dachneigung noch nicht heruntergerutscht“, seufzt Reinhard Wixforth. Bislang arbeite die Anlage mit einer Leistung von 28,68 Kilowatt störungsfrei. Erheblich sei allerdings der bürokratische Aufwand: „Da ist doch mehr Arbeit auf mich zugekommen, als ich gedacht hätte“, gesteht Wixforth offen ein.

Die meisten Kilowattstunden habe die Anlage in den Monaten Juli und August erzeugt. Danach hätten sich die kürzer werdenden Tage mehr und mehr ausgewirkt. Die Frage nach dem „schwächsten“ Monat kann Wixforth aus dem Stegreif beantworten: „Eindeutig der Dezember. Da hat die Anlage fast gar keinen Strom produziert.“ Den Ertrag teilen sich 20 Anteilseigner, die über den Erwerb von Geschäftsanteilen die Technik finanziert hatten. Eine Einspeisevergütung von 39,14 Cent pro Kilowattstunde ist für die kommenden 20 Jahre gesichert.

Im Juni hatte Kirchseeltes Bürgermeister Walter Raem noch eine Erweiterung der Anlage angekündigt: Auf dem Dorfgemeinschaftshaus würden voraussichtlich Module mit insgesamt zehn Kilowatt Leistung installiert. Diese Pläne haben sich nach Angaben von Reinhard Wixforth jedoch erst einmal zerschlagen. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. „Die Installationskosten wären vermutlich recht hoch. Ein Problem stellt die Verkabelung vom Haus zum Keller dar. Die langen Wege verteuern das Ganze. Hinzu kommt, dass mit Beginn des Jahres 2011 nur noch 28,74 Cent je Kilowattstunde für neu installierte Anlagen gezahlt werden. Zwar sind die Preise für die Module gefallen, aber das fängt die geringeren Erträge wegen der niedrigeren Einspeisevergütung nicht auf“, weiß Wixforth. Zudem benötige das Dorfgemeinschaftshaus eine neue Heizungsanlage. Wann sie angeschafft werden könne, hänge von der Haushaltslage ab. Die Gemeinde denke darüber nach, Sonnenenergie für die Warmwasseraufbereitung zu nutzen. Entschieden sei zwar noch nichts; die Gemeinde Kirchseelte wolle sich aber die Option, Kollektoren auf dem Dach zu installieren, nicht durch eine Photovol-taikanlage verbauen.

Der Kirchseelter Kindergarten „Kasperburg“ käme als Alternative für die Verstromung von Sonnenlicht nicht in Betracht. „Das Gebäude liegt einfach zu dicht am Wald. Die Verschattung wäre zu groß“, weiß Wixforth.

In anderen Mitgliedskommunen der Samtgemeinde gäbe es geeignete öffentliche Dachflächen. „Als wir mit unserer Bürgersolaranlage begonnen haben, hätten wir gedacht, dass sich auch in Harpstedt Interessenten für solche Projekte finden würden. Das ist aber bislang leider nicht eingetreten“, bedauert Wixforth.

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