Rechterfelder Unternehmen „agrimeat“ stellt Betrieb ein / Unternehmensberater hofft auf Übernahme durch „Geestland“

100 Mitarbeitern droht die Arbeitslosigkeit

Oldenburg - RECHTERFELD (cs) · Der Rechterfelder Putenzerlegebetrieb „agrimeat“ stellt zum Monatsende seinen Betrieb ein. Darüber informierte die Geschäftsführung gestern ihre rund 100 Mitarbeiter, teilte Unternehmensberater Frank Schroedter mit.

„Der Preiswettbewerb im Putenfleischsegment ist enorm“, sagte Schroedter gestern auf Nachfrage. Nachdem einer der großen Abnehmer des Unternehmens abgesprungen war, sei eine „wirtschaftlich vertretbare Aufrechterhaltung des Betriebs für Gegenwart und Zukunft“ nicht mehr möglich gewesen, so Schroedter.

Der Unternehmensberater hofft nun darauf, dass das Wildeshauser Unternehmen „Geestland Putenspezialitäten“ möglichst viele Mitarbeiter von „agrimeat“ übernehmen kann. Nach seinen Informationen bestünde hier Bedarf an Arbeitskräften. „Die Firma ist bereit, deren Bewerbungen wohlwollend zu prüfen“, so Schroedter. Bei „Geestland“ war gestern niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

In wie weit die Gespräche zwischen Arbeitgeber und -nehmer Früchte tragen würden, zeige sich in den kommenden Tagen, meinte der Unternehmensberater.

Noch ist nicht absehbar, wie viele der 100 Menschen, die ihren Arbeitsplatz nun verlieren, bei anderen Unternehmen unterkommen. „Andere Varianten sind denkbar“, meinte Schroedter, wollte darauf aber nicht näher eingehen. „Unser Hauptfokus liegt aber auf den Beschäftigungsmöglichkeiten bei anderen Arbeitnehmern der Region.“ Der Unternehmensberater zeigte sich trotz der schlechten Nachrichten zuversichtlich. „Ich denke, dass sich dort eine gute Lösung finden lassen wird. Es handelt sich ja zum Glück nicht um eine strukturschwache Region.“

Bei „agrimeat“, einer Tochtergesellschaft von „GS agri“ (Schneiderkrug) wurden nach Informationen auf der Homepage des Unternehmens täglich 10 000 Puten zerlegt. Beliefert wurden sie demnach von 70 Mästern der Putenerzeugergemeinschaft Visbek.

Johannes Freese, einer der „agrimeat“-Geschäftsführer, wollte gestern keine Stellung zur Schließung des Betriebs nehmen.

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